Staudamm bedroht Schutzprojekt für Tiger

Foto: The Nation
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THAILAND: Einer der weltweit letzten verbliebenen Lebensräume für indochinesische Tiger wird nach Angaben der Seub Nakhasathien Foundation durch den Bau eines Staudamms im Waldkomplex Dong Phaya Yen-Khao Yai bedroht.

Die Stiftung warnte, der Waldkomplex könnte auch von der Unesco-Liste des Weltnaturerbes gestrichen werden, wenn der Bau fortgesetzt werde. Die indochinesischen Tiger, die durch Wilderei an den Rand der Ausrottung gebracht wurden, stehen im Mittelpunkt eines Schutzprojekts in dem Waldkomplex, der sich über 6.000 Quadratkilometer im Osten Thailands erstreckt. Doch ihr Lebensraum sei durch den Bau der Stauseen Khlong Wang Mued und Lam Phraya Tarn durch die Regierung bedroht. Von dem Waldkomplex hänge die Wiederherstellung der Tigerpopulation ab, so die Seub Nakhasathien Foundation.

Ein Bild von Tigern, das am 7. Mai letzten Jahres von einer Kamerafalle im Thap Lan-Pang Sida Tiger Conservation Centre aufgenommen wurde, ist der Beweis für die Existenz von Tigern in dem Waldkomplex. Am 18. Januar dieses Jahres wurden Tigerfußabdrücke in dem Komplex in Prachinburis Ban Wang Mai gemeldet. Die Dichte der Tigerpopulation im Dong Phaya Yen-Khao Yai-Komplex beträgt 0,63 pro 100 Quadratkilometer. Das DPKY Tiger Recovery Project will diese Zahl bis 2026 verdoppeln.

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Thomas Sylten 02.05.21 16:12
Das Problem ist, dass die Entwicklung Richtung "Zivilisation" NIE endet und mangels verbliebener Alternativen inzwischen auch vor Schutzgebieten und Nationalparks nicht mehr haltmacht. Die Auseinandersetzung zwischen Kapitalanlage und Naturschutz beginnt gerade erst richtig.