Start-up enfore weitet Digital-Plattform für kleine Unternehmen aus

Archivbild: epa/Isaac Brekken
Archivbild: epa/Isaac Brekken

HAMBURG (dpa) - Das Hamburger Start-up enfore baut seine Plattform für die Digitalisierung kleinerer Unternehmen aus. Im Vorfeld der Gastro-Messe Internorga kündigte das Unternehmen eine Kooperation mit der Fachgroßhändler-Gruppe Service Bund an, die rund 80.000 Gastronomie-Betriebe mit Lebensmitteln versorgt. Gleichzeitig stellt das Start-up ein neues Gerät vor, das in Restaurants, bei Einzelhändlern und Dienstleistungsgeschäften als Kasse, Kreditkartenterminal und Schnittstelle zur Warenwirtschaft genutzt werden kann.

Hinter enfore steht der bekannte deutsche Software-Unternehmer Marco Börries. Er hat sich mit seinem vierten Start-up zum Ziel gesetzt, kleinere Unternehmen in die Lage zu versetzen, auch ohne eigene IT-Abteilung innovative digitale Dienstleistungen anzubieten. Enfore kooperiert dazu mit der Deutschen Telekom, die zu dem Digitalkassensystem der Hamburger die Netzanbindung anbietet. Außerdem ist die Telekom beim Vertrieb und dem Support aktiv.

Der 50-Jährige widersprach in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur Berichten, wonach der Aufbau des Unternehmens nur «sehr zäh» vorangehe. «Enfore liegt voll im Plan», sagte Börries. Bis Ende 2019 würden voraussichtlich rund 20.000 Firmen das System von enfore einsetzen.

Auf der Internorga zeigt das Unternehmen von Börries nun den «enfore Donner». Hinter dem Namen aus der Welt des Weihnachtsliedes «Rudolph, the Red-Nosed Reindeer» verbirgt sich ein Gerät in Smartphone-Größe, das in Restaurants und Geschäften als Kasse, Kartenterminal, Reservationssystem, sowie für die Warenwirtschaft, Logistik und das Bestellwesen eingesetzt werden kann.

Börries kündigte an, die Geräte und Dienste von enfore künftig auch in Europa anzubieten. Im ersten Schritt will das Unternehmen nach Österreich, die Schweiz sowie in Skandinavien expandieren.

Börries galt in den 1980er Jahren als eine Art «Software-Wunderkind». Er entwickelte als Jugendlicher das Büroprogramm StarOffice, mit dem er Microsoft erfolgreich herausforderte. 1999 verkaufte Börries seine Firma Star Division für einen zweistelligen Millionenbetrag an den US-Computerkonzern Sun Microsystems. Börries ist auch Gründer der Firmen StarFinanz und VerdiSoft.

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