Starkregen setzt Bereiche Samuis unter Wasser

Tiefer gelegene Gebiete in Chaweng überflutet – Noch hält Kanalisation

In Außenbereichen wie hier hinter dem Tempel Lamai zur Soi Loong Chui stieg das Wasser und erste Brücken wurden unterspült – passierende Fahrzeuge mussten akribisch manövrieren.
In Außenbereichen wie hier hinter dem Tempel Lamai zur Soi Loong Chui stieg das Wasser und erste Brücken wurden unterspült – passierende Fahrzeuge mussten akribisch manövrieren.

KOH SAMUI: Der frühe Monsun und ein feuchter November hatten der Insel bisher nicht allzu viel angetan: Dauerregen seit dem frühen Abend des 29. November und Starkregen am Spätnachmittag des heutigen Donnerstag haben jedoch binnen weniger Stunden die Lage zugespitzt. Erste Bereiche der Insel stehen bereits unter Wasser.

Aus Chaweng, Lipa Noi, Teilen Maenams und in Wohnsiedlungen in Gebirgsnähe werden Wassereinbrüche gemeldet. Straßen sind überschwemmt und tiefer gelegene Gebäude liefen voll. Vor allem zwischen 14 und 18 Uhr war der Regen so stark, dass der Bürgermeister vorsorglich ersten Katastrophenalarm ausrief und die Hilfskräfte in Bereitschaft versetzte.

Durch die Reinigung der Kanalisation von Abfall konnte an neuralgischen Stellen wie vor dem Big C Einkaufszentrum und in Maenam in Höhe der PTT-Tankstelle bisher Schlimmeres verhindert werden. Die Wassermassen aus den Bergen liefen geregelt ab. Dennoch mussten auch dort die ersten Menschen ihre Zweiräder stehen lassen oder durch tiefe Wasserpfützen schieben. Die Lage war bis 18.30 unter Kontrolle und der starke Dauerregen ebbte inzwischen ab.

Noch keine Meldungen liegen zur Beeinträchtigung des Flugverkehrs sowie der Fährzubringer vom Festland vor. Wegen des Regens gab es jedoch Verspätungen und die Passagiere mussten sich in Geduld üben. Hoher Wellengang machte auch bei den Transfer-Schiffen von Seatran und Lomprayah den Kunden zwischen Koh Tao, Phangan und Koh Samui zu schaffen und viele hatten mit enormer Seekrankheit zu kämpfen.

Die Wetteraussichten für die nächsten Tage verheißen laut Angaben des Meteorologischen Amtes in Suratthani nichts Gutes. Weiterer Niederschlag ist vorhergesagt, allerdings könnten die Urlaubsinseln mit etwas Glück von Überflutungen wie im Dezember des Vorjahres verschont bleiben. Die nächsten beiden Tage seien entscheidend, prognostizieren die Meteorologen. Auf dem Festland im Süden Thailands in den Provinzen Trang und Nakhon Si Tammarat ist die Lage allerdings bereits jetzt dramatisch. Viele Dörfer stehen komplett unter Wasser und sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Fotos: Sam Gruber
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