Stadt Zürich führt Tempo 30 auf den meisten Straßen ein

Foto: Pixabay/Neringy
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ZÜRICH: In der Schweizer Großstadt Zürich soll auf fast allen Straßen Tempo 30 eingeführt werden. Die Umstellung erfolge nach und nach bis 2030, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Zürich ist mit knapp 430.000 Einwohnerinnen und Einwohnern die größte Stadt der Schweiz. Es gibt dort zwar bereits viele Tempo-30-Straßen. Aber gut 100.000 Anwohner würden noch unter hohem Straßenlärm leiden. Er werde auch Ausnahmen geben, und auf Straßen, wo niemand durch den Lärm gestört werde, solle weiterhin Tempo 50 gelten.

In Deutschland will Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer solche flächendeckenden Tempo-30-Zonen in Innenstädten nicht. «Wir wollen den Kommunen mehr Handlungsspielräume für Erprobungen geben und haben das Einrichten von Tempo-30-Zonen an Gefahrenstellen oder in Wohngebieten schon längst erleichtert. Aber ein generelles, flächendeckendes Tempo 30 in Innenstädten ist mir zu pauschal», hatte er kürzlich in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

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Dracomir Pires 16.07.21 10:10
Einfach nur krank
Aber das passiert, wenn man linksgrün wählt. Das gleiche Unbill würde Deutschland passieren, wenn es den Bärbock wählt.
Ling Uaan 15.07.21 22:00
20 km/h Zone
oh boy, ich bin mal durch so eine 20 km/h Zone gefahren. Nur mit Mühe und Tempomat konnte ich mit meinem 540er BMW so langsam fahren.
Norbert K. Leupi 15.07.21 21:50
Die Folgen...? Herr Bernd Wendland
Die Verkehrspanung ist Kantonssache , darum gibt`s keine eidgenässische Abstimmung ! Jeder Kanton kann selber bestimmen , wie schnell auf ihrem Kantons- und Stadtgebiet gefahren wird ! In Bael haben wir sogar schon 20Km -Zonen !
Norbert Kurt Leupi 15.07.21 21:11
Nicht nur den...Herr R.Matzinger
Strassenlärm zu reduzieren , sondern auch den Co2-Ausstoss zu vermindern ! Oder möchten sie neben der Virus-Maske noch eine gegen die Abgase tragen ? Vorgestern wurde Zürich von Gewittern , Blitz und Starkregen schwer getroffen , überschwemmte Strassen , umgestürzte Bäume die auf Autos fielen etc.! Und dies alles im Namen des Klimawandels , der stark durch , nebst anderem , den Co2-Ausstoss verursacht wird !
Bernd Wendland 15.07.21 21:00
Die Folgen von 30 km/h innerorts:
Alle Kfz müssen bei 30 km/h für dieselbe Fahrtstrecke eine längere Zeit den Motor laufen lassen als bei 50 (selbst bei automatischer Abschaltung im Stand, denn schon bei Schrittempo muss der Motor laufen). Folge: Erhöhter Kraftstoffverbrauch, mehr Abgase. Viele Verkehrsteilnehmer werden Umwege fahren, um Staus zu umfahren. Folgen: die Gleichen wie zuvor genannt. Es kann vielfach nur noch in kleinen Gängen gefahren werden (2. Gang mit viel Gas statt 3. oder 4. Gang mit wenig Gas). Folgen: die gleichen wie zuvor genannt. Der Verkehr wird aufgrund von (Rück-)Stauungen t.w. zusammenbrechen. Folgen: die gleichen wie zuvor genannt. Die Versorgung mit Gütern wird t.w. verzögert, da diese zu lange dauert. Für die Heerscharen von Automobilisten, die nicht mehr in die Stadt fahren, müssen am Stadtrand riesige Parkierflächen geschaffen werden. Hierbei wird großflächig Boden versiegelt. Folgen: Zerstörung von Lebensräumen für Fauna und Flora, lokale Klimaerwärmung, Probleme mit dem Wasserhaushalt des Bodens. Und wo bleiben die Alternativen zum Individualverkehr? Die müssten erst einmal geschaffen werden, bevor man im 2. Schritt den Individualverkehr ruiniert. Dass selbst die schweizerischen Regierungen - Bund, Kantone, Gemeinden - wie Schafe den "grünen" Sektierern in das Chaos hinterher trotten, ist erschütternd. Wo bleiben hier übrigens die viel gerühmten Volksentscheide?
Frank Matthias 15.07.21 17:40
Abschaffen
Die Autos verbieten, dann braucht man Tempo 30 nur noch für die 45er E-Bikes.
Roger Matzinger 15.07.21 15:50
Stadtrat
Um den Strassenlärm zu reduzieren, will die Stadtzürcher Regierung fast in der ganzen Stadt Zürich Tempo 30 einführen. Die Umsetzung soll bis 2030 erfolgen, hat der Stadtrat entschieden.
Einmal gewählt haben sie zuviel Kompetenzen.
Roger Matzinger 15.07.21 14:40
Rot/Grün Regierung
Diese Regierung wurde vom Stimmvolk gewählt. Deren unrealistischen und überzogenen Massnahmen werden sich bei kommenden Wahlen rächen. Liebe Zürcher wird haben einen Fehler gemacht, Zeit für die Korrektur. See you an der Urne.
Rene Amiguet 15.07.21 13:20
Das wird viele Millionen in die ohnehin schon gut gefüllte städtische Bussenkasse spülen. Die Schikanen der
Behörden bringen das Fass zu überlaufen und es wird wahrscheinlich viele Unfälle geben weil die Fahrer ständig auf den Tachometer anstatt auf die Strasse schauen müssen. Demos und Chaos sind vorprogrammiert. Hoffentlich löst das keine neuen Krawalle aus, wie schon gehabt, in dieser schönen Stadt!