SRT prüft Änderungen bei Red Line

Foto: epa-efe/Narong Sangnak
Foto: epa-efe/Narong Sangnak

BANGKOK: Der Vorstand der Thailändischen Staatsbahn (SRT) hat ernste Bedenken hinsichtlich der geplanten Konstruktionsänderungen bei der Verlängerung der Red Line geäußert. Der stellvertretende Gouverneur der SRT, Anan Phonimdang, erklärte, dass eine Überprüfung des Projekts eingeleitet wurde, nachdem Befürchtungen laut wurden, dass die vorgeschlagene Verlegung eines Bahnhofs die Effizienz der Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen den Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao beeinträchtigen könnte.

Im Kern der Kontroverse steht die geplante Verlegung der Station Ratchawithee. Ursprünglich auf der Seite von Ban Ratchawithee gelegen, soll diese nun in die Nähe des Ramathibodi Hospital verlegt werden, einschließlich eines geplanten Skywalks, der den Bahnhof mit dem Krankenhaus verbinden würde. Diese Änderung würde nicht nur das Projekt um 400 Millionen Baht verteuern, auf insgesamt geschätzte 44,55 Milliarden Baht, sondern auch räumliche Nähe zum Hochgeschwindigkeitsbahnsystem schaffen.

Anan betonte die Wichtigkeit vollständiger und transparenter Informationen: „Der Vorstand benötigt detaillierte Auskünfte über die Gründe der Entwurfsänderungen und die Ergebnisse der Gespräche mit dem beteiligten Privatunternehmen.“ Die SRT steht nun vor der Herausforderung, die Vorteile dieser signifikanten Änderung darzulegen und potenzielle Auswirkungen auf das Hochgeschwindigkeitszugsystem zu evaluieren.

Trotz der räumlichen Nähe der beiden Verkehrssysteme sieht Anan keinen direkten Wettbewerb um Fahrgäste, da der Hochgeschwindigkeitszug nicht im Bereich von Ratchawithee hält. Passagiere, die den elektrischen Zug nutzen möchten, müssten an der Station Phaya Thai umsteigen.

Das Projekt zur Verlängerung der Red Line, das 2016 vom Kabinett genehmigt wurde, hat bislang keine wesentlichen Fortschritte verzeichnet. Aufgrund der Änderungen beim Bahnhofsentwurf ist nun auch eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung erforderlich.

Die Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen den drei Flughäfen Don Mueang, Suvarnabhumi und U-Tapao, ein Projekt der CP Group unter der Führung des Konsortiums Asia Era One, das 2018 den Bauauftrag erhielt, hat ebenfalls Verzögerungen erlebt, insbesondere durch die Covid-19-Pandemie. Diese führten zu Verhandlungen über Vertragsanpassungen, um die Fertigstellung der Strecke zu gewährleisten.

Der Verwaltungsrat der SRT wird sich voraussichtlich im nächsten Monat erneut mit dieser Angelegenheit befassen, um eine fundierte Entscheidung über die Zukunft der Red Line und deren Schnittstellen zu anderen Verkehrssystemen zu treffen.

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