Bedrohte Ärztin: Spur führt nach Oberbayern

Foto: Twitter/@leonardojaquez
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VÖCKLABRUCK/MÜNCHEN: Nach dem Suizid der von Gegnern der Corona-Maßnahmen bedrohten österreichischen Ärztin Lisa-Maria Kellermayr führt eine Spur nach Bayern. «Es gibt ein Ermittlungsverfahren gegen eine männliche Person aus Oberbayern bei uns», bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft München II am Dienstag entsprechende Informationen der Mediengruppe Bayern.

Die Medizinerin hatte sich stark für Corona-Impfungen engagiert und war nach eigenen Angaben monatelang massiv von Impfgegnern unter Druck gesetzt worden. Am Freitag wurde bekannt, dass sie tot in ihrer Praxis in Oberösterreich gefunden worden war. Der nun im Fokus stehende Mann aus Oberbayern steht der Mediengruppe zufolge im Verdacht, der 36 Jahre alten Medizinerin in Mails mit Folter und Mord gedroht zu haben. Außerdem habe die Staatsanwaltschaft Wels auch bei der Staatsanwaltschaft Berlin einen Tatverdächtigen angezeigt.

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Joachim Haselhofer 04.08.22 10:00
Herr Schrader, danke...
für ihren vehementen Einsatz für die, wie sie sagen, richtigen Ärzte, dem nichts hinzuzufügen ist
.
Ein Satz der verstorbenen Impfärztin sagt eigentlich alles: "Ich bin am Ende, a u c h finanziell".
Heißt nichts anderes, als dass sie durch den bevorstehenden Privat-Konkurs (Praxis geschlossen, viel Geld für den priv. Sicherheitsdienst verbraucht) u n d wegen der sich durch den 7-mon. Terror entwickelten exogene Depression keinen anderen Ausweg mehr wusste.
Herr HtL, dies ist ein Schicksal vieler Ärzte in ihrem so verantwortungsvollen Beruf. Wer einmal die Diagnose "Depression" gestellt bekommen hat, weiß, dass der Schritt zum Suizid nur noch ein kleiner ist.
Diese Krawallmacher, die häufig aus dem rechtsextremen Dunstkreis heraus ihre Hasstiraden hinausschreien, sind doch gegen ziemlich Alles, weil der Staat sie angeblich bescheißen und beherrschen will, sei es bei Klima oder Impfung u.a.
Wer die Zustände in der ältesten Demokratie USA sieht oder feststellt, dass das in F wohl die letzte verlorene Wahl von Le Pen war, wird verstehen, dass sich Autokraten wie Putin und Jinping in's Fäustchen lachen.
Unsere Demokratien können sich nur halten durch Mitbürger, die Empathie, Solidarität und Moral zeigen. Diese Merkmale kann man nicht befehlen, nur verlangen und so mancher Beitrag hier im Forum macht mich da sehr nachdenklich..
Hit the Lights 04.08.22 00:00
Ich probiere es einmal ganz vorsichtig: Wenn ich dermassen bedroht wäre, kann ich mir nicht vorstellen, mein Leben selbst auszulöschen. Eher steigt mein Übelebenstrieb dabei. Oder will ich dem zuvorkommen, dass das der andere nicht mehr machen kann? Kann ich mir auch nicht vorstellen. Aber gut, die Menschen sind veschieden. Jedenfalls furchtbar, dass so etwas passierte.
Norbert Schrader 03.08.22 23:40
Hasselhofer, richtige Ärzte
Ich kenne in meinem Umfeld (Tirol) nur richtige Ärzte. Alle haben Patienten die Impfung empfohlen, jedoch mit Ausnahmen, die berücksichtigen werden müssen - Alter, Vorerkrankungen, aktueller Zustand, Alkoholiker, Drogen, soziales Umfeld,... Die richtigen Ärzte haben nie von der Impfung abgeraten.
Ich akzeptiere es, wenn Menschen sich nicht impfen lassen wollen. Aber sie sollten auch Abstand halten. Jedoch stelle ich fest, dass Impfgegner die Impfbefürworter nicht akzeptieren.
Diese Impfgegner, die die junge Ärztin in den Tod getrieben haben und deren Befürworter sind der Abschaum in unserer Gesellschaft.
Ein Freund (Handwerker) hat eben meine Terassenmöbel repariert. Einige Schrauben hatten sich gelockert. Er fragte, wo noch Schrauben locker sind. Ich habe ihm geantwortet, dass ich einige Gehirne kenne, wo die Schrauben locker sind, aber ich habe ihm diese nicht genannt.

Ling Uaan 03.08.22 23:40
Khun Ben Frank,
ja, Sie haben z.T. ja Recht, aber bei „solchen Ferndiagnosen“ geht mir einfach die Hutschnur hoch. Und doch, genau das ist Betongtisch Niveau.

Und gehen Sie mal davon aus das ich zum etwas robusteren Teil der MA unserer Firma gehörte, ansonsten hätte ich nicht jahrelang in Bürgerkriegsgebieten eingesetzt werden können. Und nicht in jedem Bürgerkriegsgebiet bekam ich eine Morddrohung, das war nicht an der Tagesordnung, sondern die Ausnahme. Und wenn ich das heute nach Jahren Revue passieren lasse geht mein Blutdruck immer noch hoch. Und wenn Leute die von sowas keine Ahnung haben da schlau daherreden eben die Hutschnur.

Ok, Selbstmord hat meines Wissens keiner meiner Kollegen gemacht aber einige konnten danach nur noch im Innendienst eingesetzt werden, z.T. nach langer Reha.
Ben Frank 03.08.22 23:00
Khun Ling
Ihren Ausführungen gegenüber Herrn Amiguet kann ich mich nicht ganz anschließen. Analog zu dem Bericht und zu der Ansicht von @Amiguet, welchem Sie mit 5 selbst erhaltenen Morddrohungen gegenüber treten, sorry, wenn ich es so schreibe, hätten Sie sich fünfmal umbringen müssen/können. Davon erwähnen Sie jedoch nichts.
Auch Ihre alten Kollegen, nehme ich mal an, leben bestimmt auch immer noch, bzw haben keinen Suizid begangen.
Ganz nebenbei noch: Ich persönlich kann kein Betongtisch Niveau erkennen. R.A. hat lediglich eine vorsichtige Vermutung geäußert. Kein Raum für eine derart angriffige Aussage. Hätte man sich verkneifen können.
Ling Uaan 03.08.22 22:30
Khun Amiguet,
dann sollten Sie auch wissen welcher Ausländerhass in diesen Ländern z.T. herrscht. Außer Sie waren nur im Urlaub dort, dann kriegt man wohl nicht allzu viel mit.
Und Sie haben dann sicherlich auch schon von der FARC und deren Vorgehen gehört.

Und ich hatte ja noch „Glück“ im Gegensatz zu so einigen von meinen Arbeitskollegen, welche entführt wurden. Gottseidank haben wir sie alle wieder heil zurückbekommen. Deren Seelenleben danach kann selbst ich mir nicht vorstellen.

So, und dann sind wir wieder am Anfang. Was eine Morddrohung mit einem macht können Sie daher gar nicht einschätzen. Ihre diesbezügliche Ferndiagnose um 14:10 ist nicht haltbar.
Rene Amiguet 03.08.22 17:20
Morddrohungen international
Dann haben Sie Herr Uaan sicherlich ein provokatives Auftreten wenn man Sie in Südamerika, auf den Phillipinen und in Nordafrika mit dem Tode bedroht. dass finde ich gar nicht lustig und mache es mir auch nicht einfasch. Ich lebe schon über achttzig Jahre und war auch in allen diesen Ländern und noch viel mehr. Nirgends hat man mich jemals mit dem Tode bedroht und überall entstanden temporäre Frendschaften.
Ling Uaan 03.08.22 15:30
Khun Amiguet,
mich doppelt erfreuen. Nein, zwei hoch fünf Mal sogar, da ich schon 5 Mordrohungen erhalten habe.
1x in Kolumbien 1989 kurz nach Ausbruch des Bürgerkriegs
1x in Algerien
2x auf den Philippinen

Das ist nicht lustig, ich glaube Sie machen sich das echt zu einfach.
Rene Amiguet 03.08.22 15:20
Für Ling Uaan
Wenn Sie schon eine Morddrohung erhalten haben und noch am Leben sind, dann können Sie sich doppelt soviel wie andere am Leben erfreuen. Es ist sehr erfreulich dass Sie diese Drohung überlebt haben!
Derk Mielig 03.08.22 15:00
@Amiguet - "und die Polizei hätte sie dabei mit...
...Sichergeit unterstützt!"
Genau das hatte die Polizei explizit abgelehnt.
Ling Uaan 03.08.22 14:30
Khun Amiguet,
haben Sie schon mal eine Morddrohung erhalten? Ich schon, glauben Sie mir das macht was mit einem, selbst wenn es nur einmal kommt.
Und das die Frau wohl auch noch „andere“ Probleme hatte ist genau so dämlich wie das Argument das die Corona Toten ja alle noch andere Krankheiten hatten und sowieso gestorben wären.

Das ist unterstes Betongtisch Niveau.
Hit the Lights 03.08.22 14:30
Rene Amiguet
Diese Vermutung habe ich auch.
Rene Amiguet 03.08.22 14:10
Suizid
Diese Ärztin hatte bestimmt auch schwerwiegene andere Probleme. Eine solche Bedrohung kann wohl kaum ausschlagebend für einen Suizid sein, denn dagegen kann man sich schützen und die Polizei hätte sie dabei mit Sichergeit unterstützt!
Hit the Lights 03.08.22 13:50
Peter Joe
Was für eine vorgegaukelte Dramatisierung. Das ist einfach nur Unsinn.
Peter Joe 03.08.22 07:00
Unglaublich
Wir koennen jetzt nur hoffen, dass es nicht Schule macht und noch weitere Mediziner sich das Leben nehmen.