Israels Armee zur Wiederaufnahme der Kämpfe bereit

​Sprecher 

Ein bewaffneter Einsatztrupp hält Wache im Kibbutz Manara an der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: epa/Atef Safadi
Ein bewaffneter Einsatztrupp hält Wache im Kibbutz Manara an der israelisch-libanesischen Grenze. Foto: epa/Atef Safadi

TEL AVIV: Das israelische Militär ist nach eigenen Angaben «jederzeit» zur Wiederaufnahme der Kämpfe mit der islamistischen Hamas im Gazastreifen bereit. «Wir sind jederzeit bereit anzugreifen, auch heute Nacht», sagte Armeesprecher Daniel Hagari am Donnerstag. Das Militär erwarte noch am Abend die Freilassung weiterer Geiseln, die im Rahmen der Vereinbarung zur Verlängerung der Feuerpause um einen Tag mit der Hamas freikommen sollten.

Am späten Nachmittag hatte die Hamas bereits zwei israelische Geiseln freigelassen. Medienberichten zufolge sollte am Abend die Freilassung von acht weiteren Verschleppten an das Rote Kreuz folgen. Die Übergabe verzögerte sich jedoch. Israelischen Medienberichten zufolge könnte ein Grund für die Verzögerung sein, dass die Geiseln an unterschiedlichen Orten im Gazastreifen festgehalten werden.

Die Hamas behauptete unterdessen, Israel weigere sich, die Leichen von drei getöteten Geiseln im Rahmen des Abkommens anzunehmen. Den Angaben nach soll es sich bei den Toten um eine Mutter sowie deren zehn Monate altes Baby und einen vier Jahre alten Sohn handeln. Nach Darstellung des militärischen Arms der Hamas sollen sie bei einem israelischen Angriff getötet worden sein. Hagari sagte am Abend, es gebe weiter keine Bestätigung zum Tod der drei Geiseln.

Ein von der Hamas am Abend veröffentlichtes Video, das den ebenfalls entführten Vater der Kinder zeigt, nannte Hagari «psychologischen Terror». Wann und unter welchen Bedingungen das Video entstanden war, war zunächst unklar.

Unterdessen erklärten die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen im Jemen, dass sie bereit seien, ihr militärisches Vorgehen gegen Israel wieder aufzunehmen und auszubauen, falls es im Gazastreifen erneut zu Kämpfen kommen sollte.

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Hans-Dieter Volkmann 01.12.23 19:20
Ingo Kerp 01.12.23 16:30
In China ist ein Sack Reis umgefallen und im Forum ein falscher Buchstabe benutzt.
Ingo Kerp 01.12.23 16:30
Hans-Dieter Volkmann
Woran scheitert es bei Ihnen, einen lediglich 4 Buchstaben langen Namen richtig abzuschreiben? Phobie gegen das „P“ oder Ihre Legasthenie?
Hans-Dieter Volkmann 01.12.23 15:50
Ingo Kerb 01.12.23 12:50
Gefährlich wird es auch nur für Menschen, die begriffen haben, wofür diese unterirdischen Einrichtungen dem Gegner dienen. Offensichtlich fehlt ihnen diese Vorstellungskraft.
Ingo Kerp 01.12.23 12:50
In der Zwischenzeit durften erstmals unabhängige Reporter die israel. Armee unter das Schifa-Hospital begleiten, um Videoaufnahmen zu machen und deren Glaubwürdigkeit zu dokumentieren. Es geht dabei um die Dokumentation des gefährlichen Hamas-Tunnelsystems. Und was bekommt der interessierte Leser zu sehen? Ein unterirdisches Schlafzimmer sowie eine eingerichtete Küche und ein Badezimmer. Alles sehr gefährlich und sehr beeindruckend.