Sorge um Alain Delon

Film-Ikone muss sich nach Hirnblutung schonen

Foto: epa/Guillaume Horcajuelo
Foto: epa/Guillaume Horcajuelo

PARIS (dpa) - Er galt einst als einer der schönsten Männer Frankreichs - noch vor wenigen Monaten erhielt Alain Delon die Ehrenpalme in Cannes. Nun wird bekannt: Der Schauspieler lag zuletzt wochenlang auf der Intensivstation.

Sorge um Alain Delon: Frankreichs Film-Ikone muss sich nach schweren gesundheitlichen Problemen schonen. Der 83-Jährige habe vor einigen Wochen eine Herz-Kreislauf-Schwäche und eine leichte Hirnblutung erlitten, sagte sein Sohn Anthony Delon der französischen Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend.

Der Schauspieler wurde in einem Pariser Krankenhaus operiert, wie Delons Sohn weiter schilderte. Sein Vater habe dann drei Wochen auf der Intensivstation gelegen. Nun habe sich sein Zustand aber stabilisiert. Der Star kuriere sich in einer Schweizer Klinik aus.

«Meine Schwester, die jetzt in der Schweiz lebt, verfolgt seine Genesung aufmerksam und informiert uns über die täglichen Fortschritte», erklärte Delons Sohn. Die ganze Familie habe zuvor in Paris an seinem Krankenbett gewacht. Gesundheitsprobleme hatten Alain Delon in den vergangenen Jahren mehrmals zu Pausen gezwungen.

Noch im Mai war Delon bei den Filmfestspielen in Cannes mit der Ehrenpalme für sein Lebenswerk ausgezeichnet worden. Delon wurde in den 60er Jahren unter anderem mit «Der eiskalte Engel» (1967) von Jean-Pierre Melville, «Der Leopard» (1963) von Luchino Visconti und «Der Clan der Sizilianer» (1969) von Roger Sartet weltberühmt.

Er galt als einer der schönsten Männer des französischen Kinos. Zu seinen bedeutenden Erfolgen gehört auch der Krimi «Der Swimmingpool» mit Romy Schneider. Zu ihr hatte er eine turbulente Beziehung.

In seiner Karriere drehte Delon bisher mehr als 80 Filme. Auch mit seinen zahlreichen Affären füllte er die Blätter der Klatschpresse. Mit Romy Schneider bildete er eines der glamourösen Paare der 1960er-Jahre. Die Trennung nur vier Jahre nach der Verlobung am Luganer See im Jahr 1959 war international in den Schlagzeilen. Schneider kam nur schwer darüber hinweg.

Der Schauspieler ist mittlerweile Wahlschweizer und besitzt seit dem Jahr 2000 auch die Schweizer Staatsbürgerschaft.

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