Skitour-Unglück fordert sechstes Todesopfer

Foto: epa/Valais Kanton Police / Handout
Foto: epa/Valais Kanton Police / Handout

AROLLA (dpa) - Die Zahl der Toten bei dem Skitour-Unglück in den Schweizer Alpen hat sich auf sechs erhöht. Am Dienstagvormittag sei auch eine 52 Jahre alte Bulgarin im Krankenhaus gestorben, sagte ein Sprecher der Kantonspolizei Wallis der Deutschen Presse-Agentur.

Die 14 Sportler waren am Sonntag zu einer Tour in der Region Pigne d'Arolla auf mehr als 3000 Metern Höhe aufgebrochen. Ein Unwetter überraschte sie, und sie schafften es nicht mehr zu einer Berghütte. Sie verbrachten die Nacht bei rund minus zehn Grad am Berg.

Zu der Gruppe gehörte eine Deutsche, die schon aus dem Krankenhaus entlassen wurde, sagte der Polizeisprecher. Die Frau wohnte in der Schweiz. Am Montag hatte es zunächst geheißen, es seien möglicherweise zwei Deutsche dabei gewesen.

Die alarmierten Bergretter fanden die Gruppe am Montagmorgen und brachten sie mit Hubschraubern in Krankenhäuser. Ein Teilnehmer war schon tödlich gestürzt, vier weitere starben wegen der erlittenen Unterkühlung im Krankenhaus. Nach dem Tod des jetzt sechsten Opfers wurden in verschiedenen Kliniken am Dienstag noch drei Teilnehmer behandelt.

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Leserkommentare

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Jürgen Franke 02.05.18 18:33
Offensichtlich ist es heute nicht mehr
üblich, sich vor einer derartigen Unternehmung, den Wetterbericht anzusehen. Oder man macht eben Abenteuerurlaub unter dem Motto: Mir passiert schon nichts
werner hess 02.05.18 15:16
ja wahren die in strandbekleidung unterwegs?