Singapur sperrt für alle Boeing 737 Max 8

Foto: epa/Wallace Woon
Foto: epa/Wallace Woon

SINGAPUR (dpa) - Auf dem Flughafen Singapur - einem der größten weltweit - dürfen bis auf Weiteres keine Passagiermaschinen des Typs Boeing 737 Max 8 mehr starten und landen.

Der südostasiatische Stadtstaat verhängte am Dienstag mit sofortiger Wirkung ein vorübergehendes Verbot. Singapur zog damit die Konsequenz aus den Abstürzen zweier Boeing-Passagiermaschinen des gleichen Typs in Indonesien und Äthiopien innerhalb weniger Monate mit insgesamt mehr als 340 Toten.

Das Verbot soll nach einer Mitteilung der nationalen Flugsicherheitsbehörde solange gelten, bis «weitere Informationen gesammelt und das Sicherheitsrisiko neu bewertet» ist. Einen genaueren Zeitraum nannte die Behörde nicht. Betroffen von dem Verbot sind unter anderem die Fluggesellschaften China Southern, Thai Lion, Garuda, Silk Air und Shandong.

Mit mehr als 60 Millionen Passagieren gehört der Changi-Flughafen von Singapur zu den 20 größten der Welt. Insbesondere für den Weiterflug in andere asiatische Länder und nach Australien wird er auch von europäischen Passagieren viel genutzt. Mehrfach wurde er als bester internationaler Flughafen ausgezeichnet.

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Leserkommentare

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Joerg Obermeier 12.03.19 22:47
Wundern braucht man sich ja eigentlich nicht. Der Konkurrenzdruck unter den Herstellern ist gewaltig. Da wird an allem und jedem gespart bis es auf Kosten der Sicherheit geht. Das Debakel von Airbus mit dem A 380 und bei Boing die desaströse Einführung der 787 und nun die Abstürze der neuesten Version der 737. Jahrzehntelang wurde Fliegen immer sicherer und billiger. Diese Zeit scheint vorerst vorbei zu sein.