Sie tickt ganz richtig

Foto: wikimedia/Juergeng, Modified By Rainer Z
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HAMBURG (dpa) - Eine Schulstunde ist meist 45 Minuten lang. Und der Bus ist wieder mal unpünktlich. Zeit spielt im Alltag eine wichtige Rolle und damit auch die Zeitmesser: Uhren. Genau wurden die erst mit der Erfindung der mechanischen Uhr.

Hier kommt eine Scherzfrage für dich: Was hat keine Beine und geht trotzdem? Die Uhr natürlich! Uhren begleiten uns durch den Tag. Sie verraten uns, ob wir schon aufstehen müssen, wann der Bus kommt oder ob der Kuchen im Ofen fertig ist.

Doch wie funktionieren die mechanischen Uhren mit denen Menschen seit Hunderten Jahren die Zeit messen? Das weiß Milan Meister. Er ist 21 Jahre alt und macht in Hamburg eine Ausbildung zum Uhrmacher.

«Eine mechanische Uhr funktioniert mit einem Antrieb, der die Zeiger der Uhr bewegt», erklärt Milan Meister. Der Antrieb ist die Kraft, die eine Uhr braucht. Sie wird zum Beispiel durch sinkende Gewichte erzeugt, die ein Pendel antreiben oder mit dem Aufdrehen einer Metallfeder.

Große Pendeluhren sieht man nicht mehr so oft. Manchmal steht oder hängt eine bei den Großeltern im Wohnzimmer. Sie sehen aus wie ein schmaler Schrank: Oben sitzt eine Uhr, unten hängt ein großes Pendel. Das schwingt im Takt von rechts nach links. Und zwar gleichmäßig. Das ist wichtig! Denn nur dann ist die Uhr genau.

Der Pendelschwung bewegt im Inneren der Uhr eine Walze. Die ist mit einem Zahnrad verbunden. Bewegt sich die Walze, setzt sie auch das Rad in Bewegung. Dann drehen sich auch die Zeiger. So eine Pendeluhr hat allerdings einen Nachteil: Man kann sie nicht einfach mitnehmen, um zu wissen wie spät es ist.

Tragbare Uhren wurden erst möglich mit der Erfindung des Federantriebs. Dabei liefert eine gespannte Metallfeder die nötige Kraft. Sie muss dafür regelmäßig aufgezogen werden. Etwa mit dem Rädchen außen an der Armbanduhr.

Doch damit eine Uhr funktioniert, braucht sie noch ein sehr wichtiges Bauteil: die Hemmung. Das ist eine Art Bremse. Denn die Hemmung sorgt dafür, dass der Schwung des Pendels oder der Metallfeder nicht auf einmal weg ist. Etwa, weil sich die Feder sofort wieder aufrollt. Die Hemmung sorgt außerdem dafür, dass sich das Schwingsystem in einer Uhr gleichmäßig bewegt. Das kannst du hören: tick, tack, tick, tack.

Antrieb, Schwung und Bremse: Das klingt beinahe nach einem großen Motor. Doch im Inneren einer Armbanduhr bewegen sich lauter winzige Teile. Deshalb braucht Milan Meister auch eine Lupe, um alles zu erkennen und eine Uhr zu reparieren. «Das ist aber eine sehr schöne Arbeit», erzählt Milan.

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Wilfried Stevens 13.01.19 00:02
Hmm, kann mit dem Beitrag nichts anfangen...
...heute gibt es schon Digitaluhren...und vor der mechanischen Uhr konnten u.a. die alten Griechen, Römer und Mayas auch die Tagestunden gut bestimmen...man denke auch an Sonnen- und Wasseruhren....