Separatisten erhängen Lehrer und zünden Bombe

Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort. Foto: The Nation
Sicherheitskräfte untersuchen den Tatort. Foto: The Nation

SONGKHLA: Offenbar Aufständische haben eine Autobombe gezündet und zuvor einen 62 Jahre alten Lehrer getötet.

Sicherheitsbeamte überprüften im Bezirk Thepa das fast vollständig zerstörte Fahrzeug und fanden heraus, dass es einem pensionierten Lehrer gehörte. Als sie zu seinem Haus gingen, antwortete niemand auf das Klingeln. Die Beamten brachen in das Haus ein und fanden den Lehrer aufgehängt auf der Toilette. Er hatte die Augen verbunden, er war geknebelt und seine Hände waren gebunden. Die Polizei glaubt, dass Separatisten den Lehrer getötet, seinen Pick-up genommen und mit Sprengstoff versehen haben.

Bei dem Bombenanschlag auf einer Straße im Tambon Tamuang wurden zwei Polizisten verwundet. Generalmajor Pairoj Thamtam, ein Songkhla-Kommandeur glaubt, dass das Ziel des Angriffs eine Einsatzgruppe war. Oberst Pramote Prom-in, Sprecher des Internal Security Operations Command (Isoc) Region 4, sagte, die Angreifer hätten zwei 15-Kilogramm-Zylinder mit improvisierten Sprengsätze zusammen mit geschnittenen Eisenstangen versehen, die als Schrapnell verwendet wurden. Das Fahrzeug soll vor Sonnenaufgang auf der Baustelle abgestellt worden sein.

In der Provinz Pattani wurde ein Ranger, der eine Schule im Bezirk Yarang bewachte, verletzt, als Aufständischen am Dienstagmorgen eine hausgemachte Bombe zündeten. Private First Class Sarawut Ahmamool, 28, aus dem 22. Ranger Regiment wurde bei der Explosion um 8 Uhr morgens ungefähr 100 Meter von der Schule schwer verletzt. Die Bombe, die unter einem Blumentopf unter einer Marmorbank am Straßenrand versteckt war, verursachte ein 40 cm breites und 20 cm tiefes Loch.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder
Jürgen Franke 12.01.19 18:53
Es ist zu hoffen, dass die Redaktion
diese Dialoge zu diesem Thema, die an Primitivität nicht mehr zu überbieten sind, bald stoppen wird.
Karlheinz Dambmann 12.01.19 13:21
@Siam-Fan
Wenn Sie sich durch meinen Kommentar beleidigt fühlen, ist das bezeichnend. Ich kann jedenfalls nichts Beleidigendes in meinem post finden und habe auch nicht die Absicht Sie zu beleidigen. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass es sich bei den Anschlägen im Süden Thailands um Anschläge von Islamisten handelt. Es ist wirklich interessant, wie häufig aus falsch verstandener Toleranz versucht wird diesen Umstand, zu relativieren oder zu verschweigen. Die NZZ ist eine rühmliche Ausnahme. Gott sei Dank gibt es vereinzelt noch freie Presse und ideologiefreie Infos. Sie schreiben: „Ansonsten stelle ich mich natürlich nicht vor Terroristen und Mörder! Aber Separatisten, die eine geschlossene Schule oder eine Bushaltestelle abfackeln, sind sicher keine Mörder“. Dass der Lehrer brutal ermordet wurde, haben Sie schon vergessen…. Und zwar von muslimischen Landnehmern, Separatisten, Extremisten, Terroristen wie immer Sie diese Verbrecher nennen wollen. Oder zweifeln Sie ernsthaft daran, dass es Muslime waren? Und wäre es Ihrer Meinung nach in Ordnung, wenn es "nur" Bombenanschläge mit Sachbeschädigung gäbe? Diese permanente Relativierung und Verharmlosung dessen was täglich weltweit im Namen der „Religion des Friedens“ geschieht, ist unerträglich. Benennen Sie doch einmal die 6 Gruppierungen mit denen angeblich Friedensverhandlungen geführt werden. Ist eine einzige nichtmuslimische darunter?
Siam Fan 12.01.19 00:35
Hier geht es ja richtig zur Sache!
Lieber Karlheinz Sandmann, Sie haben scheinbar einen Bekennerbrief, oder warum verbreiten Sie solche Vorverurteilungen. Es gibt da wohl zur Zeit 6 Gruppen, mit denen Friedensverhandlungen geführt werden und nur 2 davon sind Separatisten. "Landnehmer" sind in meinen Augen vor allem die "Siedler", zum Beispiel reiche Farangs, die über ihre Bräute (meist aus dem Iwan) das Land aneignen, weil die meisten Einheimischen wegen fehlenden thailändischen Papieren das nicht können. Und solange es solche bösartigen Anschläge gibt, wird sich genau daran auch nichts ändern. Aber es wundert mich auch, was hier für Kommentare veröffentlicht werden. Vielleicht sollte man hier mit weißer Schriftfarbe auf schwarzen Hintergrund schreiben. Ich habe den Koran überwiegend gelesen, mehr auf jeden Fall als in der Bibel. Was hier so verdreht wird, ist doch wohl die Passage mit der Notwehr bei einem Angriff. Ansonsten stelle ich mich natürlich nicht vor Terroristen und Mörder! Aber Separatisten, die eine geschlossene Schule oder eine Bushaltestelle abfackeln, sind sicher keine Mörder. Die Beleidigungen meiner Person, bestätigen mich eigentlich nur! 555555 Ich weiß ja, von wem es kommt.
Dracomir Pires 10.01.19 09:10
Die Leser haben natürlich alle recht
Sie sprechen mir aus dem Hetzen, und ich habe dies auch schon mehrfach kritisiert. "Separatisten" ist eine nichtssagende Worthülse. Auch "Extremisten" und "Rebellen" sind Verharmlosungen. Treffend auf den Punkt gebracht müsste es zwingen heissen "moslemische Terroristen".
Karlheinz Dambmann 10.01.19 09:10
Lieber Siam Fan
ich bin Ihnen dankbar, dass Sie mich nicht gleich als Nazi bezeichnen. Das wäre in Deutschland geschehen, keine 3 Minuten nach meinem Post, wenn er denn überhaupt veröffentlicht worden wäre. Klartext reden bedeutet stets auch Widerspruch herauszufordern,  daher ist es unbequem und wird von vielen vermieden. Ihre Frage, was genau ich mit meinem Begriff meine, ist aber ein wenig überraschend. "Islamistische Landnehmer" ist doch Klartext und bedarf keiner weiteren Erläuterung. Stört es Sie, dass ich darauf verweise, dass es sich bei den Tätern um Muslime handelt? Dies steht im Redaktionstext nicht, doch bestehen daran nicht die geringsten Zweifel. Oder haben Sie welche? "Landnehmer" ist nur etwas deutlicher als "Separatisten". Aber selbst dieser Begriff sagt schon aus um was es den Tätern geht: Ethnische Säuberung weiter Gebiete im Süden Thailands von allen Ungläubigen und in letzter Konsequenz Loslösung von Thailand. Sie können mich jetzt gerne noch ein wenig dafür beschimpfen, dass ich über die "Religion des Friedens" aufkläre, aber das bin ich gewohnt und stört mich nicht weiter.