Selenskyj dringt auf weitere US-Hilfen und kritisiert Trump

Der Präsident der Ukraine Volodymyr Zelensky in Kiew. Foto: epa/Sergey Dolzhenko
Der Präsident der Ukraine Volodymyr Zelensky in Kiew. Foto: epa/Sergey Dolzhenko

WASHINGTON: Die USA sind der wichtigste Unterstützer der Ukraine. Doch seit Monaten wird neue Unterstützung in Milliardenhilfe im Kongress blockiert. Selenskyj warnt vor den Folgen der Untätigkeit.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat auf eine schnelle Genehmigung neuer Militärhilfe für sein von Russland angegriffenes Land gepocht. Wenn es keine Unterstützung gebe, werde die Ukraine auch keine neuen Erfolge vorweisen können, sagte Selenskyj dem US-Sender CNN in einem am Sonntag aufgezeichneten Interview. Wenn es Kremlchef Wladimir Putin schaffe, die ukrainische Armee zurückzudrängen, würde das auch weitere menschliche Verluste bedeuten.

Das Hilfspaket aus Washington im Umfang von knapp 60 Milliarden US-Dollar hat bereits den Senat passiert, wird aber im Repräsentantenhaus von den Republikanern blockiert.

Selenskyj kritisierte CNN zufolge auch den früheren US-Präsidenten Donald Trump. Der Republikaner könne Putin nicht einschätzen und verstehe dessen Ziele nicht, sagte Selenskyj. Wenn er sich im Falle eine Wiederwahl entscheiden würde, Russland statt der Ukraine zu unterstützen, wäre das eine Entscheidung «gegen die Amerikaner». Trump verstehe nicht, dass Putin niemals aufhören werde, so der ukrainische Präsident. «Ich habe ein besseres Verständnis.» Dass Trump sich auf Putins Seite stelle, sei «unglaublich».

Trump hatte in der Vergangenheit immer wieder behauptet, den Krieg in der Ukraine innerhalb eines Tages beenden zu können. Er äußerte sich außerdem ausweichend, wenn es um die Frage nach weiteren Waffenlieferungen für die Ukraine ging und stellte sich nicht klar hinter Kiew. Dass die Hilfen für die Ukraine im Kongress blockiert werden, liegt auch an Trumps Einfluss.

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