„Seenahme“ verletzt die Souveränität Thailands

Foto: The Nation
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PHUKET: Die US-Botschaft in Bangkok unterstützt ihren Bürger, der beschuldigt wird, die Souveränität Thailands durch den Bau einer Wohnstätten-Struktur im Meer vor der Küste Phukets zu verletzen.

Der US-Botschaft seien die Berichte bekannt, denen zufolge thailändische Behörden den US-Bürger Chad Elwartowski angeklagt haben, sagte Robert Post, Public Affairs Officer der US-Botschaft, am Freitag. „Die Botschaft leistet jede angemessene konsularische Unterstützung und versteht, dass Elwartowski einen Anwalt beauftragt hat", sagte Post gegenüber der „Nation“.

Elwartowski und seine thailändische Freundin Suprenee Thepdet, auch als Nadia Summergirl bekannt, starteten am 2. Februar vor der Küste Phukets ihr „Seenahme“-Projekt. Der schwimmende Bau befindet sich südöstlich der Koh Racha Yai, etwa 12 Seemeilen vom Festland entfernt. Das Ehepaar wird angeklagt, die Unabhängigkeit des Königreichs verletzt zu haben. Während Elwartowski behauptet, dass seine Wohnstätte im Wasser außerhalb der thailändischen Seegrenzen liegt, bestehen thailändische Behörden darauf, dass der Bau gegen Artikel 119 des Strafgesetzbuches verstößt, da die Territorialrechte Thailands beeinträchtigt werden.

Laut der internationalen Anwaltskanzlei Siam Legal heißt es in Abschnitt 119: „Wer auch immer mit der Absicht handelt, das Land oder einen Teil davon dazu zu bringen, unter der Souveränität eines anderen Staates zu bringen, die Unabhängigkeit des Staates zu verschlechtern, wird mit dem Tod oder der lebenslangen Freiheitsstrafe bestraft.“ Laut Elwartowski sollen 14 weitere Personen ihre Absicht bekundet haben, Wohnstätten im Meer zu errichten.

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Siam Fan 22.04.19 15:27
Schuster bleib bei deinen Leisten: auch Anwälte!
Ein guter internationaler Scheidungsanwalt, muß noch lange kein guter Anwalt für internationale Hoheitsrechtsfragen sein. Fakt ist allerdings, die Allgemeinbildung in Geografie ist in TH auf einem SEHR niedrigen Niveau! Das hat in der Geschichte THs schon mehrmals zu leichten Betrügereien geführt.
Juergen Bongard 21.04.19 16:12
@Schwendener
Sie verkennen die Freiheit des Einzelnen und das ist ein hohes Gut. Hier werden keine territorialen Rechte von Thailand verletzt, da sich das Haus in internationalen Gewässern befindet. Ebenso ist es kein Problem, die Seekarten entsprechend zu korrigieren. Ich glaube sehr wohl, dass sich der Erbauer vorher genau über diese seine Rechte mit Anwälten kundig gemacht hat und weiss was er tut. Warten Sie es ab da kommt noch mehr...
Siam Fan 21.04.19 11:11
Todesstrafe oder Kronzeuge
Es war ja zu erwarten, es kommen da noch mehr Stinkeeier. Der ist ja mit dem Ding noch innerhalb der 'Basislinie', wo man noch mit dem Küsten-/Binnen-Bootsführer fahren darf. DANACH fängt erst die 12Meilenzone an! Außerdem kommt dann auch noch die Exclusive Economic Zone (EEZ) . Auch da dürfte das Teil nur, gemäßArtikel 87 TeilVI Seerechtsübereinkommen, gebaut werden, aber NIEMALS ein eigener Staat ausgerufen werden. Die hätten ja auch keinen eigenen Festlandssockel. Als Inselstaat, mit Archipelgewässer geht halt auch nicht. Wer war doch gleich noch dieser internationale Anwalt!? TH sollte am Besten auch gleich die Hoheitsgewässer bis auf die EEZ (200Seemeilen) ausdehnen, so wie das viele andere auch machen, dann hätte sich diese Aktion wenigstens gelohnt!
Juerg Schwendener 20.04.19 19:49
Selber schuld
Unbegreiflich, dass jemand so etwas baut, ohne eine Auskunft oder Bewilligung zu erlangen. Wieso setzt der Herr seine Büchse nicht vor den USA in See? Eine Gefahr für die Seefahrt ist dies auf jeden Fall, denn auf keiner Karte ist so etwas eingezeichnet. Gut hat die Navy aufgeräumt.
Dracomir Pires 20.04.19 19:48
Klar, der reiche Ami ist ...
… ein Querulant. Trotzdem ist er im Recht, und das wissen alle. Der Ami nützt eine Lücke im internationalen Recht, denn sein Haus ist nicht am Grund verankert. Dass Thailand ihm wegen "Landnahme" (im Wasser) mit der Todesstrafe droht, ist mehr als lächerlich. Etwas ganz anderes ist es, wenn Chinas Militär künstliche Inseln vor den Küsten seiner Nachbarstaaten baut.