Schwimmendes Zuhause gefährdet die Seefahrt

Unglaublich aber wahr: 15 Seemeilen von der Küste entfernt schufen sich ein Amerikaner und seine Thai-Frau ein Eigenheim mitten im Meer. Foto: The Thaiger
Unglaublich aber wahr: 15 Seemeilen von der Küste entfernt schufen sich ein Amerikaner und seine Thai-Frau ein Eigenheim mitten im Meer. Foto: The Thaiger

PHUKET: Die Marine will gegen einen Amerikaner und seine thailändische Frau vorgehen, die etwa 15 Seemeilen vor der Küste Phukets ihr schwimmendes Zuhause errichteten.

Damit, so die Behörden, habe das Paar gegen Gesetze verstoßen. Es schuf sich mit der „Seenahme“ außerhalb der Zwölfmeilenzone einen unabhängigen Staat. Die Marine beharrt darauf, dass die bauliche Struktur unverzüglich entfernt wird. Sie behindere und gefährde die Schifffahrt, da dort die Route für den Transport von Öl nach Phuket verlaufe. Das Phuket Marine Office sagt, die Behauptung des Paares, sein „Zuhause“ sei in internationalen Gewässern und somit außerhalb des thailändischen Seegebiets, sei nicht wahr. Versuche, die Offshore-Plattform 15 Seemeilen südöstlich der Insel Racha Yai per Funk zu kontaktieren, schlugen bisher fehl.

Der Amerikaner soll sein Vermögen im frühen Bitcoin-Handel gemacht hat. Das Paar hat offenbar eine Lücke im UN-Seerechtsübereinkommen ausgenutzt. Eine Bewegung zur Errichtung autonomer, unabhängiger „Nationen" ist in der Kryptowährungsgemeinschaft populär geworden, insbesondere bei denjenigen, die durch den frühen Handel mit den umstrittenen Währungen reich wurden.

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Leserkommentare

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Thomas Thoenes 16.04.19 15:05
Das Teil wird ja nur durch flexible
Anker am Platz gehalten denk ich mal. Da wird es ja ein leichtes sein damit einfach ein Stück weiter zu ziehen wo diese Gesetze nicht mehr gelten und die Öltanker nicht fahren. Zur Not in genau in die Grenzregion zwischen Kambodscha und Thailand.
Dr. Ulm 16.04.19 09:29
Alles was anders ist und auf Freiheit gebaut, bedeutet is ein Dorn !!! Ich finde es super, klar es passt dem ein oder anderen nicht, sich so leicht und nahr in Thailand aufzuhalten!!!
Oliver Harms 16.04.19 09:28
das wird sich schon erledigen...
wenn erst mal der nächste sturm mit windstärke 12 und mehr die wellen über das ding hinweg fegt und sie das überleben sollten,werden sie freiwillig abhauen.
Hermann Auer 15.04.19 17:59
Ich stelle mir gerade vor ...
... wie diese kleine Familie zum Wocheneinkauf pilgert ...