Schwimmenden Müll mit Satelliten beobachten

Foto: Thai PBS
Foto: Thai PBS

PRACHUAP KHIRI KHAN: Das Amt für Geoinformatik und Raumfahrttechnologie (GISTDA) wurde vom Amt für Meeres- und Küstenressourcen (DMCR) beauftragt, mit seinem Sentinel-2-Satelliten den schwimmenden Müll in der Golfregion im Auge zu behalten, damit die Beamten der Behörde schneller handeln können.

Satellitenaufnahmen vom Freitag zeigten, dass der größte Teil des Mülls auf der Insel Thalu und an den Küsten von Ao Yai, Ao Thien und Ao Mook in Prachuab Khiri Khan angespült wurde. Das DMCR ist auf die Hilfe des GISTDA angewiesen, um den im Golf von Thailand treibenden Müllteppich zu verfolgen und einzugreifen, bevor er an Land gespült wird. So bedroht der angeschwemmte Unrat nicht nur das Tourismusgeschäft, sondern auch die Korallenriffe der Region.

Die Küste von Prachuab Khiri Khan bei Ao Yai, Ao Thien und Ao Mook sowie das beliebte Tauchrevier Koh Thalu wurden in der vergangenen Woche mit über zwei Tonnen angeschwemmten Mülls übersät. Der Großteil des Mülls bestand aus Plastikflaschen, Glasflaschen und Styroporverpackungen. Wan Chatri, Leiter des DMCR in Prachuap Khiri Khan, schätzt, dass die Behörden noch zwei Tage benötigt, um die betroffenen Küstenabschnitte von dem Müll zu befreien.

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Leserkommentare

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Max Ruabe 19.02.18 18:18
Schön dass die schwimmenden Plastikmüllinseln
nun dann "im Auge behaltet" werden. Leider ist diese Massnahme weit von einer seit jahrzehnten notwendigen Prävention entfernt. Spätestens in der Schule, aber auch noch im Altersheim soll jeder wiederholt lernen, dass "achtlos aus dem Fenster geworfener Müll irgendwann mal durch die Türe zurückkommt". Solange dies nicht in den Köpfen aller ist, wird nicht nur Thailand in Plastik versinken. Aber bitte: mai pen rai.
Khun Wilfried Stevens 19.02.18 15:06
Dauereinsatz Müll
Und dabei scheint die fachgerechte Entsorgung immer noch nur zum Teil möglich, so dass die Müllhalden wachsen.