Schwere Strafen für Fang eines Walhais

Foto: The Nation
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PHUKET: Die Kapitäne zweier Trawler, die vor der Küste Phukets einen geschützten, schwangeren Walhai gefangen haben, werden laut Behörden mit einer hohen Geldstrafe von bis zu drei Millionen Baht und der Beschlagnahme ihrer Schiffe rechnen müssen.

Das Fischereiministerium und die Abteilung für Meeres- und Küstenressourcen versprachen zügige Ermittlungen und Verfahren gegen die Kapitäne der Trawler „Saeng Samut 2“ und „Saeng Samut 3“, weil sie gegen den Fischereierlass und das Gesetz für geschützte Tiere verstoßen haben. Von einem Touristen-Tauchboot aus war am Freitag der Trawler „Saeng Samut 3“ mit dem Walhai an Bord, der später als schwanger erkannt wurde, beobachtet worden. Ein Videoclip, der in sozialen Medien verbreitet wurde, zeigte, dass die Fischer, nachdem sie unter Druck gesetzt wurden, den Hai freilassen wollten. Sie benutzten einen Kran, um das tonnenschwere Tier zurück ins Meer zu werfen. Zeugen an Bord des Tauchbootes sagten aus, der Mutterhai sei schwer verletzt worden und ihr Baby sei aus dem Körper der Mutter gefallen. Es ist unklar, ob der Walhai überlebt hat. Behörden haben die Trawler sowie Fänge und Fischereiausrüstung beschlagnahmt. Wenn festgestellt wird, dass die Kapitäne nach der Fischereiverordnung eine schwere Straftat begangen haben, kann das Gericht die Beschlagnahmung der Schiffe und die Einziehung der Fanglizenz anordnen.

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Leserkommentare

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Siam Fan 30.05.18 18:04
Anders nicht machbar!
Ich habe den Film (einmal) im TV gesehen. Der Walhai war im Netz drin. Das wurde an Bord gehieft und als man den Beifang erkannt hatte, wurde das Netz am Ende geöffnet (gibt keine andere Möglichkeit) und der Hai wurde in Freiheit entlassen. Ein Muttertier traegt sehr viele Junge in verschiedenen Stadien. Die Geburt war durch den Stress ein "normaler" Vorgang. Ich halte es für übertrieben, da einen Vorwurf zu machen.
René Schnüriger 21.05.18 11:54
Artenschutz
Obwohl ich ein gewisses Mitgefühl für die nicht gerade fürstlich gebetteten Fischer empfinde, ist doch festzuhalten, dass nur saftige Strafen Crews veranlassen, künftig auf das Hereinholen von illegaler Beute zu verzichten. Zumal es wohl eher die Ausnahme sein dürfte, dass solches Tun dokumentiert wird. Wenn keine, oder nur geringfügige Strafen drohen, verkommt der Artenschutz zur reinen Worthülse.