SRG testet Kooperation mit Tamedia

ZÜRICH (dpa) - Drei Monate vor der Schweizer Abstimmung über die Abschaffung der Rundfunkgebühren hat der öffentlich-rechtliche Schweizer Rundfunk einen neuen Kooperationstest mit privaten Medien angekündigt.

Die Schweizerische Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) steht wegen der Abstimmung unter Druck, weil damit ihre Finanzierung wegbrechen würde. Das Unternehmen Schweizer Radio und Fernsehen (SRF), das das deutschsprachige Programm der SRG produziert, will der Mediengruppe Tamedia in Zürich künftig Video-Rohmaterial zur Verfügung stellen, aus dem Tamedia eigene Beiträge zusammenschneiden kann. Der Test soll voraussichtlich ab 1. Februar für drei Monate laufen, wie beide Unternehmen am Freitag berichteten.

Die SRG produziert 17 Radio- und 7 Fernsehprogramme sowie Webseiten und Teletextdienste und ist damit das größte Unternehmen für elektronische Medien in der Schweiz. Tamedia ist die größte private Mediengruppe mit dem Flaggschiff «Tages-Anzeiger» und weiteren Tages- und Wochenzeitungen, Zeitschriften und Digitalplattformen.

Die Schweizer entscheiden am 4. März über eine Abschaffung der Rundfunkgebühren, die die SRG zu 75 Prozent finanzieren. Gegner bezeichnen die Gebühren als Zwangsabgabe und argumentieren, dass die SRG anderen Medien mit ihren gebührenfinanzierten Online-Auftritten das Wasser abgraben.

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