Ringier legt Beratermandat von Schröder auf Eis

Archivfoto: epa
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ZÜRICH: Das Schweizer Medienunternehmen Ringier hat das Beratermandat von Altbundeskanzler Gerhard Schröder auf Eis gelegt. «Ringier sistiert das Beratermandat mit Altbundeskanzler Gerhard Schröder per sofort und bis auf Weiteres. Dies in gegenseitigem Einvernehmen», heißt es in der zweizeiligen Mitteilung, die Ringier am Dienstag auf seiner Webseite veröffentlichte.

Der frühere Bundeskanzler gilt als langjähriger Freund des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Vor dem Hintergrund des russischen Kriegs gegen die Ukraine wächst der Druck auf Schröder, sich von Putin zu distanzieren.

Schröder war seit 2006 für Ringier tätig. Zum Unternehmen gehören die Schweizer Boulevardzeitung «Blick» sowie Zeitschriften, Fernsehsender und Online- und Unterhaltungsdienste. 2017 hatte ein Ringier-Sprecher Schröders Aufgabe so umrissen: Schröder berate als «erfahrener Staatsmann mit herausragenden politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Beziehungen» den Verleger und die Geschäftsleitung «mit seinem umfassenden Know-how im Bereich der internationalen Geschäftsfelder».

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