Schweiz blockiert Weitergabe von dänischen Panzern an Ukraine

Evakuierte ukrainische Militärangehörige aus dem Stahlwerk Azovstal. Foto: epa/Alessandro Guerra
Evakuierte ukrainische Militärangehörige aus dem Stahlwerk Azovstal. Foto: epa/Alessandro Guerra

BERN: Dänemark darf seine in der Schweiz hergestellten Schützenpanzer nicht der Ukraine zur Verfügung stellen. Das Schweizer Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) hat ein entsprechendes Ansuchen aus Kopenhagen verweigert, wie ein Sprecher der Behörde in Bern am Mittwoch bestätigte. Der öffentlich-rechtliche Schweizer Rundfunk SRF hatte zuerst von der Entscheidung berichtet. In einem ähnlichen Fall hatte die Behörde im April verboten, dass Deutschland Munition aus Schweizer Produktion an das von Russland angegriffene Land weitergibt.

Dänemark wollte Radschützenpanzer des Typs Piranha III an die Ukraine liefern. Das Seco begründete sein Nein mit der Neutralität der Schweiz und mit dem Kriegsmaterialgesetz, das die Ausfuhr von militärischen Gütern in Kriegsgebiete verbietet. Deutschland stellte zwei Ansuchen, um Munition unter anderem für den Flugabwehrpanzer Gepard weitergeben zu dürfen, und erhielt darauf ähnliche Antworten.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder
Martin Pohl 12.06.22 16:34
@Chris
Auch meine Gratulation, und nicht nur an die Schweiz. Ein Daumenhochkommentar.
Chris Hubert 12.06.22 15:26
BRAVO SCHWEIZ
Ein herzliches Grüazi in die Schweiz.
Sehr gute Entscheidungen, mit gutem Beispiel voran!

Genau so muss das sein und nicht anderes.
Das nennt sich gelebte Neutralität, BRAVO!

Wer anderen Waffen, Panzer, Munition oder sonstiges Kriegsmaterial liefert macht sich selbst mitschuldig. Mit Waffen von wem auch immer werden Menschen getötet, völlig unabhängig auf welcher Seite der Grenze. Sie dienen nur einem Ziel, weitere Menschen zu töten, und dies ist strikt Menschenverachtend - auch unter dem Deckmantel der Hilfe Menschen zu töten - ist dies zu unterlassen!

Ich gratuliere der Schweiz zu dieser sehr guten Entscheidung!!!
Die Herstellung von Kriegsmaterial und Waffen generell steht auf einen Blatt, gehört aber dennoch endlich auf den Tisch gebracht!

Gegen die Sendung von Hilfen anderer Art wie Ärzte, und Seelsorger, Hilfsteams allgemein (kein Militär!!!) Lebensmittel, Medikamente, Güter des täglichen Bedarfs, Matratzen, Decken, Trinkwasseraufbereitungsanlagen etc. sind absolut notwendig, zu begrüßen und zu unterstützen!!!

Meine ehrliche und offene Meinung, Chris