Schutz vor chinesischen Billigwaren gefordert

Foto: The Nation
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BANGKOK: Der Verband der thailändischen KMU fordert das Handelsministerium auf, die Vereinbarungen mit China über Einfuhrsteuersätze zu überprüfen, damit die thailändischen Hersteller nicht durch die Flut billiger chinesischer Waren geschädigt werden.

Saengchai Teerakulvanich, Präsident des Verbandes, sagte, dass die Gruppe kürzlich mit dem Handelsministerium gesprochen und einige Maßnahmen vorgeschlagen habe, um der Flut chinesischer Waren zu begegnen.

Als Teil des Vorschlags sagte Saengchai, dass der Verband das Ministerium gebeten habe, die Einfuhrsteuersätze für die Warenarten zu überprüfen, die thailändische KMU direkt betreffen.

Der Verband forderte das Handelsministerium außerdem auf, das Board of Investment zu veranlassen, die Privilegien für chinesische Unternehmen zu überprüfen, deren Investitionen Thailand und den thailändischen KMU nicht wirklich zugutekommen.

Saengchai fügte hinzu, dass sein Verband das Finanzministerium auch aufgefordert habe, eine Mehrwertsteuer auf importierte chinesische Produkte zu erheben.

Am Freitag (16. Februar 2024) bestätigte eine Quelle, dass das Finanzministerium plane, die Mehrwertsteuer auf Produkte zu erheben, die über Online-Plattformen mit Preisen ab 1.000 Baht verkauft werden, statt wie bisher ab 1.500 Baht.

Das Finanzministerium hat sich jedoch geweigert, die Mehrwertsteuerbefreiung für Produkte aus Übersee abzuschaffen, weil dies gegen Freihandelsabkommen verstoßen würde.

Saengchai sagte, dass sein Verband das Handelsministerium auch gebeten habe, Wege zu finden, um thailändische Landwirte und KMU zu unterstützen, indem chinesische Hersteller ermutigt werden, lokale Materialien zu verwenden, anstatt Rohstoffe aus China zu importieren.

Der Verband forderte das Handelsministerium außerdem auf, den Online-Verkauf thailändischer Produkte zu unterstützen und gleichzeitig strenge Gesetze gegen den Schmuggel von Billigwaren aus China durchzusetzen.

Saengchai fügte hinzu, dass der Verband auch die Einrichtung einer öffentlich-privaten Partnerschaftsorganisation vorgeschlagen habe, die mit anderen Organisationen und den zuständigen Regierungsbehörden zusammenarbeiten solle, um eine Verhandlungsplattform für thailändische KMU zu schaffen und ihnen bei der Senkung der Herstellungskosten zu helfen.

Er sagte, dass der Verband das Handelsministerium auch gebeten habe, die Regierung zu ermutigen, Subventionen einzuführen, die dazu beitragen, die Lebenshaltungskosten für Arbeitnehmer in KMU, die Mitglieder des Sozialversicherungsfonds sind, zu senken. Die Subventionen könnten in Form von vergünstigten E-Coupons von großen Verbrauchermarken gewährt werden.

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Leserkommentare

Vom 10. bis 21. April schließen wir über die Songkranfeiertage die Kommentarfunktion und wünschen allen Ihnen ein schönes Songkran-Festival.

Monruedee Kanhachin 20.02.24 09:00
Herr Maiwald
Gut gebrüllt Löwe! Denn auch China kann wenn es möchte, genau wie Thailand. Handys aller hochpreisigen Marken werden in China hergestellt, Zulieferteile für alle erdenklichen Qualitätsprodukte ebenso; BMW, Mercedes, sowie japanische Fahrzeuge werden in Thailand hergestellt und sind trotzdem sehr hochwertig. Wer jedoch Ramsch haben möchte bekommt ihn meist auch, jedoch wie bei Herrn Mayer der Pech hatte, ist der Schrott manchmal gut verkleidet und eventuell teuer gekauft.
Stefan Maiwald 19.02.24 21:00
@Andreas Hamm
Was für ein theatralischer Kommentar. "Die gelbe Flut". Amageddon oder wie? China betreibt agressive Handelspolitik. Genauso wie die USA und die EU mit ihrer Ausbeutung von Billigarbeitern, Kindern und Bodenschätzen in Afrika oder Südamerika. Versuchen Sie bitte internationale Handelspraktiken von der Metaebene aus zu betrachten und nicht nur polemisch gegen China anzuschreiben.
Johann Mueller 19.02.24 20:00
Kleiner Nachbrenner v. 17:50 ganz vergessen .....
Qualitätssiegel - Gruss an die Klingenstadt Solingen mit internationalem Begriff - aber auch an VICTORINOX - bekannt für CH-Qualitäts-Messer ! Ich hoffe, du hattest einen schönen Montag und kannst den Tag in Ruhe ausklingen lassen - Morgen ist ein neuer Tag. VG & GN8
Johann Mueller 19.02.24 17:50
Selbst-Erfahrung.........
All meine elektr. Geräte sind »Made in Japan & Germany« - ich weiss warum - nichts ist teurer als das, was du für umsonst bekommst - Fazit; die Freude an guter Qualität hält länger an, als die über einen günstigen Preis.
Helge Fitz 19.02.24 17:10
Wer Billigware verkauft, müsste für vorzeitige Funktionsschäden aufkommen müssen. Auch ich bin schon oft in THA auf Plagiate hereingefallen, z. Bsp. hielten meine HEAD - Tennisschuhe nur für 4 Begegnungen, als sich die Nähte in Wohlgefallen auflösen.
Was mir in THA am meisten stinkt, ist der fehlende Gewährleistungsanspruch !
leschim alex 19.02.24 14:00
Zu der Handelsverbindungen .....
..... zwischen China und Thailand - und vielen anderen Laendern - faellt mir nur folgender Spruch ein :
"Lass nie einen freundlichen Fuchs in deinen Huehnerstall - irgendwann bekommt er Hunger."
Andreas Hamm 19.02.24 12:31
Tja die Geister die ich einst rief werde ich nunmehr nicht mehr los. Da zeigt sich wieder Chinas aggressive Handelspolitik, das aber weltweit. Die gelbe Flut rollt auf uns alle zu. So kommt man der angestrebten Weltherrschaft Schritt für schritt für Schritt näher. Und Alle verschließen die Augen. Aber eines Tages werden die Augen der Verantwortlichen groß werden, wenn sie erblicken was um sie und mit ihnen geschah.
Ingo Kerp 19.02.24 12:20
Die CHN sowie TH Wirtschaft dürfte wohl in der Zwischenzeit so verwoben sein, das kaum mehr eine Trennung, bzw. ein Schutzschild vor den Billigwaren aus CHN aufgebaut werden kann.