Schulen lockern die Kleiderordnung

Foto: The Nation
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BANGKOK: Das thailändische Bildungsministerium hat eine neue Richtlinie veröffentlicht, die Schulen und Colleges gestattet, die strenge Kleiderordnung zu lockern. Ziel ist es, die finanzielle Belastung der Familien zu reduzieren, indem den Schülern erlaubt wird, Uniformen und Schuhe zu tragen, die nicht vollständig den bisherigen strengen Vorschriften entsprechen, aber dennoch als angemessen betrachtet werden können.

Diese Maßnahme wurde vom Bildungsminister Permpoon Chidchob initiiert und soll insbesondere vor dem Hintergrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage helfen.

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In der am Donnerstag (16. Mai 2024) herausgegebenen Anweisung des Ministers wird betont, dass die Anpassung der Kleiderordnung im Einklang mit der Politik des Ministers für „gutes und glückliches Lernen“ steht, die bereits im September des letzten Jahres eingeführt wurde. Diese Politik zielt darauf ab, die Belastung aller Beteiligten im Bildungssystem zu verringern und die Bildungsqualität zu verbessern.

Die Schulleiter wurden zudem aufgefordert, dem Ministerium Rückmeldung zu geben, wie die neue Regelung an ihren Schulen umgesetzt wird und welche Schüler von der Lockerung der Kleiderordnung profitieren oder eine Befreiung erhalten haben.

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Minister Permpoon betonte die Bedeutung dieser Richtlinie vor dem Hintergrund der aktuellen Wirtschaftslage: „Viele Familien sind finanziell stark eingeschränkt, und die Kosten für neue Schuluniformen zu Semesterbeginn stellen eine erhebliche Belastung dar.“ Er fügte hinzu, dass die Bildungseinrichtungen die Freiheit hätten, die Kleiderordnung zu lockern, seine Direktive solle jedoch den Schulverwaltern die Gewissheit geben, dass sie in dieser Entscheidung unterstützt werden.

Mit dem Start des neuen Schulsemesters am vergangenen Donnerstag trat diese neue Richtlinie in eine entscheidende Phase. Es bleibt abzuwarten, wie diese Maßnahme von den Schulen umgesetzt wird und welchen Einfluss sie auf die finanzielle Situation der Familien haben wird.

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Jason 18.05.24 16:40
@ Ingo K.
Hab mich mal von der Tochter meiner Nachbarn aufklären lassen, was das Thema angeht. In deren Schule sind die Uniformvorschriften nicht ganz so eng. Wer Geld hat, erkennt man da schnell an der Marke der schwarzen Sneakers (bei den Jungs), dem dezenten Logo auf den weißen Socken, dem Logo auf dem Brillengestell!! und nicht zuletzt am Handy. Die Kiddies scheinen erfinderisch, was Unterscheidungsmerkmale angeht, Uniform hin oder her.
Guenter Scharf 18.05.24 15:30
Zu diesem Zeitpunkt: Lächerliche Begründung
Die finanzielle Belastung der Familien soll reduziert werden durch den Verzicht auf Einheitsbekleidung an Schulen und Colleges. Wenn das zu einem Zeitpunkt angekündigt wird, an dem die Schüler*innen von ihren Familien schon neu mit der Einheitsbekleidung eingekleidet sind, weil die Bildungseinrichtungen ja schon geöffnet haben, ist das wirklich ein Witz. Vor 1-2 Monaten wäre das richtig gewesen und hätte die beabsichtigte Wirkung erzielen können.
Ingo Kerp 18.05.24 14:40
Einheitliche Schuluniformen lassen keinen Neid aufkommn bei begüterten oder nicht begüterten Kindern. Kann man jetzt selbst wählen, kommen Kinder mit einfacher Bekleidung und andere mit Markenklamotten und der Vergleich beginnt. Abgesehen davon, das die Richtlinie zu spät herausgegebn wurde, würde wohl keinen überraschen, wenn sie morgeen nicht mehr gilt. Man kennt doch das Hüh und Hott in Thailand.
Helmut Spiegel 18.05.24 14:20
Schuluniformen
Am 16. Mai herausgegebene Anweisung.........
Bloss nicht frueher, es koennte ja den Klamottenlaeden schaden. Nun sind alle Uniformen schon gekauft.
Bringt viele Eltern wieder in finanzielle Schwerigkeiten Mit bisschen mehr Hirn im Kopf haette man das
auch frueher entscheiden koennen, aber die Herren Minister haben ja keine Geldschwerigkeiten.
Harald Mannel 18.05.24 11:20
Harald
die haben mit der Richtlinie gewartet, bis alle die Schuluniformen schon eingekauft hatten! Es wird den Schulen überlassen, zu entscheiden, ob diese Richtlinie angewendet wird oder nicht! Das wird nichts!