Schüsse und Verletzte in Triest - Staatsanwalt

Kein Terror

Foto: Freepik
Foto: Freepik

TRIEST: In der norditalienischen Stadt Triest sind am Samstagmorgen auf offener Straße Schüsse gefallen und mehrere Menschen verletzt worden. Nach ersten Ermittlungen war es zu einer Auseinandersetzung von zwei Gruppen Albanern und Kosovaren gekommen, wie die Region Friaul-Julisch Venetien mitteilte. An deren Ende wurde geschossen.

Nach Medienberichten wurden sieben bis acht Menschen verletzt, zwei davon schwer. Ein Mann wurde demnach in die Brust geschossen, er schwebte in Lebensgefahr und wurde in einem Krankenhaus operiert.

Hintergrund soll eine Fehde von zwei Gruppen vom Balkan in der Hafenstadt sein. Schon im Juli war es zu einer ähnlichen Schlägerei in Triest gekommen. Wegen des erneuten Gewaltausbruchs beraumten die Behörden für Montag eine Dringlichkeitssitzung an.

Augenzeugen berichteten dem öffentlich-rechtlichen Sender Rai und italienischen Tageszeitungen von einer Massenschlägerei am frühen Morgen auf der Via Carducci, einer der Hauptverkehrsstraßen von Triest. Die Männer seien zum Teil mit Eisenstangen aufeinander los gegangen, Stühle und Barhocker flogen. Irgendwann seien laut den Aussagen Kleinlaster vorgefahren, aus denen weitere Leute ausstiegen und sich prügelten. Dann fielen Schüsse, die mehrere Personen trafen.

Bei dem folgenden Großeinsatz von Polizei und Carabinieri wurden den Berichten zufolge mindestens zwei Menschen festgenommen. Einen Terroranschlag schlossen die Behören aus. «Die Aktion richtete sich ganz klar gegen die andere Gruppe», sagte Oberstaatsanwalt Antonio De Nicolo laut Nachrichtenagentur Ansa. «Allerdings bestand die Gefahr, dass andere Personen in Mitleidenschaft gezogen werden.»

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.
Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.