Schüsse in US-Kirche: Ein Toter und mehrere Verletzte

Polizeibänder säumen den Bürgersteig vor der Geneva Presbyterian Church, dem Schauplatz einer Schießerei, die sich am frühen Nachmittag in Laguna Woods ereignete. Foto: epa/Caroline Brehman
Polizeibänder säumen den Bürgersteig vor der Geneva Presbyterian Church, dem Schauplatz einer Schießerei, die sich am frühen Nachmittag in Laguna Woods ereignete. Foto: epa/Caroline Brehman

LAGUNA WOODS: Ein bewaffneter Mann hat in einer Kirche im US-Bundesstaat Kalifornien einen Menschen getötet und fünf weitere mit Schüssen verletzt. Gemeindemitglieder der Kirche in Laguna Woods südlich von Los Angeles hätten den mutmaßlichen Täter am Sonntagnachmittag bereits überwältigt und seine Beine mit Verlängerungskabeln gefesselt, als die Polizei eintraf, teilte das Sheriffbüro in Orange County auf Twitter mit.

Der Mann und die fünf Verletzten seien alle asiatischstämmig. Der Vorfall habe sich in einer taiwanesischen Kirche ereignet, schrieb die «Los Angeles Times». Der mutmaßliche Täter, ein Mann in den 60er Jahren, sei festgenommen worden. Das Motiv war noch unklar.

Erst am Samstag hatte ein Schütze in einem Supermarkt in Buffalo im US-Bundesstaat New York das Feuer eröffnet und mindestens zehn Menschen getötet. Die Ermittler gehen von einem rassistischen Motiv aus. Die Tat hatte landesweit für großes Entsetzen gesorgt.

In der Kirche in Laguna Woods hätten die Gemeindemitglieder gerade den Besuch eines Pastors aus Taiwan mit einem Festessen gefeiert, als die Schüsse gefallen seien, schrieb die «Los Angeles Times» weiter. Der Mann sei zuvor in die Kirche gekommen und von Gemeindemitgliedern noch begrüßt worden - obwohl niemand ihn gekannt habe.

Ein Opfer sei noch am Tatort gerstorben, teilte die Polizei mit. Von den fünf Verletzten im Alter zwischen 66 und 92 Jahren erlitten vier der Zeitung zufolge schwere Verletzungen, alle wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Polizei schrieb, der Mann stamme offenbar nicht aus der Gegend. Am Tatort fand sie zwei Schusswaffen. Ermittler sagten laut «Los Angeles Times», man wisse noch nicht, ob Hass ein Motiv sein könnte.

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