Deutschland für viele Einwanderer «Land der Hoffnung»

​Scholz 

Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz. Foto: epa/Clemens Bilan
Der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz. Foto: epa/Clemens Bilan

BERLIN: Bundeskanzler Olaf Scholz sieht Deutschland für viele Einwanderer als «Land der Hoffnung» und hat sich für eine leichtere Einbürgerung ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte in seiner am Samstag verbreiteten Videobotschaft «Kanzler kompakt», die Frauen und Männer und auch manchmal Kinder, die in den vergangenen Jahrzehnten nach Deutschland gekommen seien, hätten sehr dazu beigetragen, dass die deutsche Wirtschaft so stark sei. «Manche leben hier schon sehr, sehr lange und haben Kinder und Enkel. Und deshalb ist es sehr gut, wenn diejenigen, die so lange bei uns leben, sich auch dafür entscheiden, die deutsche Staatsbürgerschaft zu erwerben.» Deutschland brauche «bessere Regelungen» für die Einbürgerung all dieser «tollen Frauen und Männer», so Scholz.

Ausländer in Deutschland sollen bald leichter eine deutsche Staatsangehörigkeit erhalten können. Eine Vereinbarung dazu aus dem Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP treibt Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) nun voran.

Scholz sagte, aus Deutschland seien in vielen Jahrhunderten viele Menschen ausgewandert. «Seit vielen Jahrzehnten ist das anders. Deutschland ist ein Land geworden, das für viele das Land der Hoffnung ist.»

Ein Gesetzentwurf des Innenministeriums sieht vor, dass vor allem Menschen, die bereits mehrere Jahre hierzulande leben, leichter deutsche Staatsbürger werden können. Statt wie bislang nach acht Jahren soll man künftig bereits nach fünf Jahren Aufenthalt in Deutschland die Staatsbürgerschaft erhalten können. Bei «besonderen Integrationsleistungen» soll dies sogar schon nach drei Jahren möglich werden - etwa wenn Einwanderer besondere schulische oder berufliche Leistungen oder ehrenamtliches Engagement gezeigt haben oder über besonders gute Sprachkenntnisse verfügen.

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