Schön sauber im Schwimmbad

Jeder Mensch hinterlässt Spuren im Schwimmbad. Maschinen filtern sie wieder heraus, damit das Wasser immer sauber ist. Foto: Michael Reichel/dpa-zentralbild/dpa
Jeder Mensch hinterlässt Spuren im Schwimmbad. Maschinen filtern sie wieder heraus, damit das Wasser immer sauber ist. Foto: Michael Reichel/dpa-zentralbild/dpa

HAMBURG: Im Schwimmbad zählt Sauberkeit! Damit es klappt und sich alle im Wasser wohlfühlen, ist Technik wichtig. Filter fischen Schmutz heraus, chemische Stoffe wehren ungesunde Erreger ab.

Ein Schwimmbad ist ja eigentlich nur ein großes Loch mit sehr viel Wasser drin. Vielleicht steht da noch ein Sprungturm oder eine Rutsche. Am Beckenrand führen Leitern ins Wasser.

Zu einem Schwimmbad gehören aber auch spannende Verstecke. Die sind für Maschinen und Geräte, die das Wasser klar und sauber halten. Denn ohne die heimlichen Helfer würden die Badegäste bald in einer unappetitlichen Brühe schwimmen.

Denn wir Menschen hinterlassen allerlei Spuren im Wasser: Haare etwa, winzige Hautschuppen, Schweiß, Spucke und auch mal ein Pflaster. Das alles muss schnell wieder herausgefischt werden, etwa mit Filteranlagen.

«Diese Filter laufen den ganzen Tag und die ganze Nacht und halten das Wasser sauber. Das sieht aber keiner, weil sie im Keller des Schwimmbads stehen», erklärt Ingo Schütz. Er ist Ingenieur und sorgt dafür, dass die Technik in Schwimmbädern in der Stadt Hamburg funktioniert.

Das Säubern kann man sich wie einen Kreislauf vorstellen. Ständig läuft Wasser an den Seiten des Schwimmbeckens ab und in den sogenannten Schwallwasserbehälter. Auch der ist für die Badegäste nicht zu sehen. Oft sind diese Behälter unterirdisch eingebaut.

Daraus läuft es in Behälter mit Sand. Der filtert den Schmutz heraus. Dann kommt noch ein Mittel hinzu, das Stoffe aus dem Wasser holt, die wir nicht sehen können. Dieses Mittel bindet die Stoffe. So können sie aus dem Wasser geholt werden. «Das sieht aus wie Glibber», sagt Ingo Schütz.

Das gefilterte Wasser ist dann schon so sauber, dass man es trinken könnte. Das reicht aber nicht im Schwimmbad. Hier muss noch Chlor ins Wasser. «Chlor ist ein Stoff, der Viren und Bakterien tötet», erklärt der Fachmann. Das ist wichtig, damit man sich nicht etwa mit einer Krankheit ansteckt. Für Menschen ist Chlor im Wasser aber ungefährlich, sagt Ingo Schütz. Dreimal am Tag wird gemessen, ob ausreichend davon im Wasser ist.

Doch das Wasser muss nicht nur gereinigt werden. Jeden Tag geht auch viel aus dem Becken verloren, erklärt Ingo Schütz. «Das Wasser verdunstet und wird aus dem Becken weg gespritzt. Die Besucher nehmen auch Wasser in ihren nassen Klamotten und in den Haaren mit aus dem Schwimmbad.» Zudem wird etwas Wasser abgelassen. Deshalb wird täglich frisches Wasser nachgefüllt. «Pro Schwimmer muss ungefähr 30 Liter neues Wasser in das Schwimmbecken», sagt der Fachmann.

Dann wird das Becken noch beheizt und das Bad belüftet. «Damit sich die Schwimmerinnen und Schwimmer auch wohlfühlen», sagt Ingo Schütz.

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