Schock : 16-Jähriger soll 13-Jährigen ermordet haben

Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong. Foto: epa/Apec-chef
Singapurs Premierminister Lee Hsien Loong. Foto: epa/Apec-chef

SINGAPUR: In Singapur ist ein 16-Jähriger nach der Tötung eines Mitschülers des Mordes angeklagt worden. Der Verdächtige sei am Montag festgenommen worden, nachdem ein 13-Jähriger tot in einer Toilette der River Valley High School gefunden worden sei, teilten die Behörden am Dienstag mit. Das Opfer habe zahlreiche Wunden aufgewiesen. Am Tatort wurde nach Angaben der Polizei eine Axt gefunden.

Innenminister Kasiviswanathan Shanmugam teilte mit, dass der mutmaßliche Täter diese Axt wahrscheinlich online erworben hatte. «Was genau passiert ist, werden wir aber erst wissen, wenn die Ermittlungen abgeschlossen sind», schrieb er auf Facebook.

Premierminister Lee Hsien Loong zeigte sich geschockt. Die Tat sei unbegreiflich. «Wir haben keine Worte, weil wir es nicht verstehen können», twitterte der Regierungschef. Gewaltkriminalität ist in dem streng kontrollierten Stadtstaat Singapur sehr selten. Der Verdächtige war der Polizei zufolge in psychiatrischer Behandlung, weil er vor zwei Jahren versucht haben soll, sich das Leben zu nehmen.

Die Staatsanwaltschaft forderte, den Jugendlichen psychiatrisch beobachten zu lassen, bevor er am 10. August vor Gericht vernommen werden soll. Zwar gibt es in Singapur die Todesstrafe für schwere Verbrechen, jedoch wäre der Schüler wegen seines jungen Alters hiervon ausgenommen.

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