RB bestätigt: Jesse Marsch wird Nagelsmann-Nachfolger in Leipzig

Jesse Marsch, Trainer vom FC Red Bull Salzburg, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich des Neustart des Training der gesamten Mannschaft das FC Red Bull Salzburg. Foto: Barbara Gindl/dpa
Jesse Marsch, Trainer vom FC Red Bull Salzburg, spricht bei einer Pressekonferenz anlässlich des Neustart des Training der gesamten Mannschaft das FC Red Bull Salzburg. Foto: Barbara Gindl/dpa

LEIPZIG: Der US-Amerikaner Jesse Marsch wird ab diesem Sommer den von Vorstandschef Oliver Mintzlaff angekündigten Angriff von RB Leipzig auf den FC Bayern mit Ex-Trainer Julian Nagelsmann leiten. Der ehemalige Rangnick-Assistent kommt aus Salzburg.

Nach dem Mega-Transfer von Julian Nagelsmann zum FC Bayern hat RB Leipzig in rekordverdächtiger Zeit mit Jesse Marsch den Nachfolger präsentiert. Die Verhandlungen mit dem Schwesternclub aus Salzburg waren für RB-Vorstandschef Oliver Mintzlaff nur Formsache. Marsch selbst, der am Samstag mit RB Salzburg das österreichische Pokalfinale gegen den Linzer ASK bestreitet, saß praktisch schon seit seinem Weggang aus Leipzig 2019 in der Mozartstadt auf gepackten Koffern. Nun erhält er ab Sommer einen Zweijahresvertrag in Leipzig. Der 47-Jährige Marsch besaß bei der RB-Filiale in Salzburg noch einen Vertrag bis 2022. Dafür wird Mintzlaff eine Mini-Ablöse überweisen.

«Mit Jesse Marsch konnten wir unseren Wunschkandidaten als neuen Cheftrainer verpflichten und die wichtigste Position im sportlichen Bereich bei RB Leipzig schnell mit einem Top-Trainer nachbesetzen. Jesse hat bei all seinen bisherigen Stationen hervorragende Arbeit geleistet und sich Schritt für Schritt weiterentwickelt», sagte Mintzlaff.

Damit haben die Leipziger noch vor dem wichtigen DFB-Pokal-Halbfinale an diesem Freitag (20.45 Uhr/ARD und Sky) bei Werder Bremen die wichtigste Personalie auf der Cheftrainerposition geklärt. Nun muss nur noch ein Sportdirektor her, der wie von Mintzlaff angekündigt, im Dreiergestirn mit dem Technischen Direktor Christopher Vivell und dem Medienchef und Kaufmännischen Leiter Florian Scholz arbeiten soll. Und dann muss Mintzlaff in die entscheidenden Gespräche mit den Profis gehen, die zuletzt mit ihrer Unterschrift noch gezögert hatten. Allerdings hatte der RB-Boss aufgrund der Kaderstärke mit den feststehenden Neuzugängen und den zurückkehrenden Ausleihkickern weitere Abgänge angekündigt.

Die vom schnellen Trainerwechsel überraschten Spieler bekommen mit Marsch zumindest einen alten Vertrauten. Nach seiner Aufbauarbeit bei New York Red Bulls (2015 und 2018), wo er 2015 auf Anhieb zum «Coach of the Year» in der Major League Soccer gewählt worden war, war Marsch als Rangnick-Assistent in der Saison 2018/2019 maßgeblich in die Trainingsarbeit am Leipziger Cottaweg eingebunden. «Es ist natürlich ein großer Vorteil, dass er bereits ein Jahr für RB Leipzig gearbeitet hat. Jesse kennt den Klub, die Stadt Leipzig und vor allem unsere Vereins- und Spielphilosophie. Neben seinen Qualitäten als Coach zeichnen Jesse vor allem seine positiv-ehrgeizige Art aus, durch die er Menschen im und um den Verein extrem begeistern und mitnehmen kann», betonte Mintzlaff.

Zuletzt hatte Marsch aus Salzburg schon klar verkündet, dass ein Engagement an der Pleiße der nächste Karriereschritt sei: «Wenn man mich fragt, welcher Club am besten zu mir passt, ist natürlich Leipzig eine Top-Idee. Wenn ich die Möglichkeit als Trainer in Leipzig haben kann, ist das super.» Zuletzt war er auch bei Bundesliga-Kontrahenten wie Eintracht Frankfurt gehandelt worden. Auch Tottenham Hotspur soll bei ihm angefragt haben.

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