Schlechte Luft ruft Umweltschützer auf den Plan

Foto: epa/Narong Sangnak
Foto: epa/Narong Sangnak

BANGKOK (dpa) - In der thailändischen Hauptstadt Bangkok wächst der Ärger über die derzeit schlechte Luft.

Eine Gruppe von Umweltaktivisten, darunter Greenpeace, reichte am Donnerstag eine Petition an die Regierung ein. Darin wird sie zum Handeln aufgefordert, die Emissionen durch Kohlekraftwerke, Fabriken und Fahrzeuge zu verringern. Außerdem soll eine grüne Landwirtschaft unterstützt werden. Vorgeschlagen wird auch, dass Bangkok Spezial-Räume zum Durchatmen im Stadtgebiet bekommt: Damit die Menschen dort «ihre Lungen mit frischer Luft füllen» können.

Wie ein Mitarbeiter des Umweltministeriums versicherte, kümmere sich die Regierung aktiv um das Problem. Laut der internationalen Datenbank IQ Air Visual war die Luft am Donnerstag in Bangkok «ungesund für empfindliche Menschen». In den vergangenen Wochen trugen die Menschen verstärkt Schutzmasken.

Die Luft wird in Thailand nicht nur durch den Verkehr und die Industrie verschmutzt, sondern auch durch brennenden Müll und qualmende Felder. In Bangkok gilt die Luft aber grundsätzlich noch als besser als in anderen asiatischen Metropolen wie Delhi, Peking oder Hanoi, wie aus der internationalen Datenbank hervorgeht. Gemessen wird etwa die Belastung mit Feinstaub.

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Harald Fischer 24.01.20 22:26
Schlechte Luft ruft Umweltschützer auf den Plan
..man kann es nur immer und immer wiederholen, wenn man endlich anfangen würde, geltendes Recht umzusetzen und alle Idioten, die sich dem widersetzen und ungehindert und ohne skrupel weiterhin täglich ihren Dreck und Müll verbrennen an jeder sich bietenden Stelle, richtig und spürbar zu bestrafen, wären es mindestens 1 Millionen drecks Feuer wenigen, jeden Tag. Da würde sich jedes angedachte Fahrverbot oder ähnliches erübrigen!
Thomas Sylten 24.01.20 14:46
Wenn eine vom Militär dominierte Regierung das Problem der brennenden Felder nicht angeht - wer sollte es dann noch durchsetzen können..?!?
Ingo Kerp 24.01.20 13:40
Bei brennendem Müll und qualmenden Feldern sollte der Aufruf statt an die Regierung an die Nachbarn und Mitmenschen der Umweltaktivisten gehen.