Schlag gegen mutmaßliche israelische Mafia

KOH SAMUI: Schüsse aus einer scharfen Waffe am helllichten Tag am Strand von Bophut, dieses Mal allerdings kein Jetski-Streit lokaler Kräfte, sondern ein dümmlicher Jux eines israelischen Langzeitresidenten.

Ob der Israeli Ori Levy und später sein Landsmann Lior Saat mehrere Schüsse auf eine Qualle im Wasser und in den Sand aus einer tödlichen Waffe abfeuerten oder aus einer Schreckschusswaffe, spielte am Ende keine Rolle. Eine Sondereinheit der Polizei rückte nach Veröffentlichung eines Videos von dem Vorfall aus und nahm am 8. und 9. April im Raum Chaweng gleich eine Reihe bekannter israelischer Auswanderer fest: Sie alle trieben sich seit vielen Jahren dort herum und sollen laut Vorwurf lokaler Behörden in mafiöse Kreise integriert gewesen sein. Schutzgelderpressung, Geldwäsche, Verstöße gegen Visabestimmungen – einer der Verhafteten war in Israel laut Polizeiangaben sogar wegen Mordes gesucht worden. In Chawengs turbulentem Nachtleben blieb die Verhaftungswelle Tagesgespräch und nur wenige bedauerten das Verschwinden der ortsbekannten Israelis, die jetzt allesamt in ihre Heimat abgeschoben und mit einem langjährigen Einreiseverbot belegt werden.

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Leserkommentare

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Dracomir Pires 30.04.18 09:49
Spielt keine Rolle?
Guter Job der Polizei. Aber es spielt sehr wohl eine Rolle, ob jemand mit blauer Luft oder mit tödlicher scharfer Munition herumballert.
Ingo Kerp 29.04.18 18:04
Bravo, gute Polizeiarbeit mit konsequenter Ausweisung der Mafiosi.