Schlag gegen internationale Schleuserbande in Tschechien

Foto: Policie.cz
Foto: Policie.cz

PRAG (dpa) - Mit mehreren Razzien hat die tschechische Polizei einen mutmaßlichen internationalen Schleuserring ausgehoben.

Zwölf Verdächtige, die aus ehemaligen Sowjetrepubliken stammen, wurden festgenommen, wie ein Sprecher am Freitag in Prag mitteilte. Ihnen wird vorgeworfen, mindestens hundert Migranten aus Vietnam, Bangladesch und Sri Lanka über die Ukraine nach Tschechien und von dort nach einem Zwischenstopp weiter nach Deutschland geschleust zu haben.

Die Migranten mussten den Schleusern den Angaben zufolge für die gesamte Strecke aus Süd- und Südostasien nach Westeuropa bis zu 20.000 Euro zahlen. Bei Hausdurchsuchungen seien größere Mengen an Bargeld, Schusswaffen, gefälschte Ausweise und mehrere Autos beschlagnahmt worden. Bei einer Verurteilung drohen den Männern Haftstrafen von bis zu zehn Jahren. Sieben der Festgenommenen wurden in Untersuchungshaft genommen, die anderen unter Auflagen auf freien Fuß gesetzt.

Die tschechische Sondereinheit für den Kampf gegen die organisierte Kriminalität arbeitete den Angaben zufolge bei ihren Ermittlungen eng mit dem ukrainischen und polnischen Grenzschutz zusammen.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.

Leserkommentare

Für unabhängige Themen senden Sie einen Leserbrief an die Redaktion. Allgem. Kommentardiskussion

Pflichtfelder

Es sind keine Kommentare zum Artikel vorhanden, bitte schreiben Sie doch den ersten Kommentar.