Taxi-Streit: Schlägerei um Fahrgäste

Foto: Thairath
Foto: Thairath

BANGKOK: Ein Streit um Fahrgäste zwischen Motorradtaxifahrern und App-Fahrern artete am Sonntag in der Soi Ratchada 18 in Bangkok in eine Schlägerei aus. 

Ein Motorradtaxifahrer, Saksit Kanlayarong, forderte, dass der App-Fahrer ihnen mehr Respekt entgegenbringen und aufhören soll, wahllos Fahrgäste auf der Straße aufzunehmen, wenn lizenzierte Motorradtaxis in der Nähe sind.

Der erste Konflikt entbrannte am vergangenen Wochenende. Ein Motorradtaxifahrer nahm ein Video des Vorfalls auf, das später in den sozialen Medien verbreitet wurde.

Der App-Fahrer wartet vor einem Wohnkomplex auf seinen Fahrgast. Dann wird er von einem Motorradtaxifahrer angesprochen, der ihn bedroht und ihm sagt, er solle die Gegend meiden. Sie schrien sich gegenseitig an. Am nächsten Tag kam der App-Fahrer mit etwa zehn Freunden zurück und griff den Motorradtaxifahrer an. Saksit wurde mit einem Messer und einem Baseballschläger attackiert und erlitt Schnittwunden am linken Arm und am rechten Bein sowie weitere Wunden und Prellungen am Körper. Nach seinen eigenen Angaben musste er in den Wald fliehen, um sein Leben zu retten.

Die Identität des App-Fahrers und seiner Freunde ist noch nicht bekannt, die Ermittlungen der Polizei im Bezirk Sutthisarn dauern an.

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Tom Tom 23.09.22 13:40
Umstrittenes Modell
Das Modell von Bolt, Grab, Uber und wie sie alle heißen ist umstritten und in vielen Ländern daher auch erst garnicht zugelassen. Es ist ein Verdrängungsmarkt und die Kunden sind aktuell rar. Da sich in Thailand die Polizei nicht um solche "Lapalien" kümmert, müssen es die Betroffenen selber tun. Dabei zählt oft das Recht des Stärkeren - bis einer heult. DANN kommt die Polizei.
Egon 23.09.22 12:40
Meine Frau sagte mal, es gibt kein Konkurrenzdenken in Thai. Na ja, das hat sich wohl in den letzten 2 Jahren geändert. ;-)
Ingo Kerp 23.09.22 12:20
Schlußendlich soll und muß der Fahrgast einscheiden, mit wem er transportiert werden moechte. Sicherlich auf keinen Fall mit einem Wüterich, der sich am Ende auch noch am Fahrgast vergreift.