Schießerei mit einem Toten: Polizei beantragt 20 Haftbefehle

Als Motiv für die wilde Schießerei mitten in einem belebten Touristengebiet der Hauptstadt wird ein Konflikt zwischen einflussreichen Gruppen aus Pratunam und Bang Sue nicht ausgeschlossen. Foto: The Nation
Als Motiv für die wilde Schießerei mitten in einem belebten Touristengebiet der Hauptstadt wird ein Konflikt zwischen einflussreichen Gruppen aus Pratunam und Bang Sue nicht ausgeschlossen. Foto: The Nation

BANGKOK: Einer der jungen Männer, die an der Schießerei am Sonntag im Bezirk Ratchathewi beteiligt waren, die einen indischen Touristen tötete und vier Menschen verletzte, hat sich der Polizei gestellt. Die Polizei hat inzwischen Haftbefehle für 20 Verdächtige beantragt, sagte der stellvertretende Polizeichef General Chalermkiat Srivorakan am Dienstag.

Die Ermittler nahmen eine einflussreiche Persönlichkeit in der Region Bang Sue in Gewahrsam, nachdem dieser sich auf der Polizeiwache Phya Thai gestellt hatte. Der 28-jährige Besitzer eines Snookersalons wurde in CCTV-Aufnahmen als mutmaßlich an den Schüssen beteiligt identifiziert. Das Gericht erließ einen Haftbefehl. Die Polizei prüft weiterhin, ob die Schießerei, bei der militärische Waffen eingesetzt wurden, auf einen Konflikt zwischen zwei einflussreichen Gruppen in Pratunam und Bang Sue zurückzuführen ist. Laut dem Minister für Tourismus und Sport, Pongpanu Svetarundra, erhält die Familie des getöteten indischen Urlaubers aus der Touristenhilfe eine Million Baht. Zusammen mit einer Million Baht der Versicherung bekommt die Familie zwei Millionen Baht. Die verletzten Touristen sollen jeweils bis zu 500.000 Baht von der ausländischen Tourismushilfe des Ministeriums und bis zu 500.000 Baht von der Versicherung erhalten.

Die Schießerei fand am Sonntag um 20.30 Uhr an einem Snookersalon auf dem Parkplatz des Centara Watergate Pavilion Hotels statt. Mehrere Touristen waren am Tatort und Reisebusse wurden in der Nähe geparkt. Der Inder, der Teil einer 100-köpfigen Gruppe einer Versicherungsgesellschaft war, wurde angeschossen und starb später im Krankenhaus. Verwundet wurden ein 45-jähriger indischer Mitarbeiter des Verstorbenen, ein 28-jähriger laotischer Tourist und zwei thailändische Männer.

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Leserkommentare

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Oli Walter 10.10.18 23:33
So ein quatsch
Das kann dir in Neu-Köln auch passieren, was denkst du das die hinterblieben hier erhalten ? Ich kann's dir sagen...nichts als Beileid!
Ruediger Boeger 10.10.18 23:33
In Deutschland gibt es exakt...
0,0 THB vom Staat für Opfer eines Verbrechens. Egal, ob In- oder Ausländer. Wo also wäre man dann besser aufgehoben?
Della Valle Stefan 10.10.18 13:01
Was kostet ein Farangleben
Wenn ein Farang nicht mehr Wert ist als eine Million Baht ist das eine Beleidigung für alle Ausländer. Ich hoffe dass alle Leser im Ausland Thailand in Zukunft meiden.