Saudi-Arabien überrascht Messi

Weltmeister startet mit Sieg

Argentiniens Lionel Messi reagiert während des Fußballspiels der Gruppe C der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zwischen Argentinien und Saudi-Arabien im Lusail-Stadion in Lusail. Foto: epa/Noushad Thekkayil
Argentiniens Lionel Messi reagiert während des Fußballspiels der Gruppe C der FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2022 zwischen Argentinien und Saudi-Arabien im Lusail-Stadion in Lusail. Foto: epa/Noushad Thekkayil

BERLIN: Argentinien verliert sensationell 1:2 gegen Saudi-Arabien, Weltmeister Frankreich gewinnt zum Auftakt. Beim deutschen Team sind der Ausfall von Sané und die «One Love»-Binde die beherrschenden Themen.

Saudi-Arabien hat bei der Fußball-WM in Katar für die erste große Überraschung des Turniers gesorgt. Die Mannschaft von Trainer Hervé Renard gewann Dienstag ihr erstes Vorrundenduell in Gruppe C mit 2:1 (0:1) gegen Turniermitfavorit Argentinien. «Es gibt keine Entschuldigung. Wir müssen nun vereinter sein als je zuvor», sagte Argentiniens Superstar Lionel Messi nach der unerwarteten Niederlage.

Der 35-Jährige hatte per Foulelfmeter die zwischenzeitliche Führung erzielt (10. Minute), Saleh Al-Shehri (48.) und Salem Al-Dausari (53.) drehten das Spiel nach der Pause zugunsten Saudi-Arabiens. König Salman ordnete für Mittwoch einen Feiertag an, wie die staatliche Agentur SPA meldete.

Weltmeister Frankreich hingegen gab sich trotz eines wackeligen Starts keine Blöße und siegte gegen Australien mit 4:1. Doppeltorschütze Olivier Giroud (32./71.) ist mit nun 51 Länderspieltoren gemeinsam mit Thierry Henry Rekord-Torschütze Frankreichs. Nach dem 0:1-Rückstand durch Craig Goodwin trafen noch Adrien Rabiot (27.) und Kylian Mbappe (68.) für den Titelverteidiger.

Geheimfavorit Dänemark erwischte keinen Traumstart. Das 0:0 gegen Tunesien in Gruppe D war das erste torlose Spiel dieser WM. Das zweite folgte prompt darauf zwischen Polen und Mexiko. Dabei vergab der ehemalige Bayern-Torjäger Robert Lewandowski mit einem Elfmeter-Fehlschuss den möglich Sieg für die Polen.

Die deutsche Nationalmannschaft muss bei ihrem Auftakt am Mittwoch gegen Japan (14.00 Uhr/ARD und MagentaTV) auf Offensivspieler Leroy Sané verzichten. Es bestehe aber die «Hoffnung», dass der 26-Jährige, den Probleme am rechten Knie plagen, am kommenden Sonntag im zweiten Spiel gegen Spanien dabei sein könne, sagte Bundestrainer Hansi Flick am Dienstagabend.

Zur Debatte um die vom Weltfußballverband FIFA verbotene «One Love»-Kapitänsbinde sagte Flick, die deutschen Spieler hätten «sehr, sehr unzufrieden» und «geschockt» auf das Verbot reagiert. «Weil es ein Zeichen ist für Menschenrechte, für Vielfalt, das sind die Werte, die wir vertreten und leben», sagte der Bundestrainer. «Ich finde es schade, dass man für Menschenrechte nicht mehr gerade stehen darf.»

Der Kölner Handelsriese Rewe beendet wegen der FIFA-Entscheidung ab sofort die Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund. Das Unternehmen wolle sich in aller Deutlichkeit von der Haltung des Weltverbands FIFA und den Äußerungen von Präsident Gianni Infantino distanzieren und werde deshalb auf seine Werberechte aus dem bestehenden Vertrag mit dem DFB insbesondere im Kontext der Weltmeisterschaft verzichten, sagte Konzernchef Lionel Souque am Dienstag.

Der Autokonzern Volkswagen hält hingegen an seinem DFB-Sponsoring fest. «Wir beabsichtigen nicht, unser Sponsoring zu beenden», erklärte das Unternehmen mit Sitz in Wolfsburg am Dienstag auf Anfrage.

Überzeugen Sie sich von unserem Online-Abo:
Die Druckausgabe als vollfarbiges PDF-Magazin weltweit herunterladen, alle Artikel vollständig lesen, im Archiv stöbern und tagesaktuelle Nachrichten per E-Mail erhalten.