SAS und Piloten streiten weiter

neue Flugausfälle in Skandinavien

Foto: epa/Ole Berg Rusten
Foto: epa/Ole Berg Rusten

OSLO (dpa) - Bei dem umfassenden Pilotenstreik in Skandinavien zeichnet sich weiter keine Einigung ab. Nach fast 24-stündigen Schlichtungsgesprächen in Oslo kamen die Fluggesellschaft SAS und ihre streikenden Piloten bis zum Donnerstagvormittag weiterhin zu keiner Lösung. Für Donnerstag wurden 709 Flüge gestrichen - so viele wie an keinem der sechs Streiktage zuvor.

«Die Situation ist weiter sehr festgefahren. Es gibt gehörigen Abstand zwischen den Parteien», sagte Schlichter Mats Wilhelm Ruland am späten Mittwochabend. Es gebe zwar Bewegung bei den Verhandlungen, allerdings reiche diese bislang nicht aus, um zu einer Einigung zu gelangen.

Die skandinavischen Pilotengewerkschaften, die rund 1.500 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark vertreten, haben 13 Prozent mehr Lohn und eine bessere Planbarkeit der Arbeitszeiten gefordert. SAS weist diese Forderung mit Blick auf seine langfristige Wettbewerbsfähigkeit zurück. Die Piloten legten am vergangenen Freitag ihre Arbeit nieder, seitdem fielen jeden Tag Hunderte Flüge aus, Zehntausende Fluggäste saßen damit täglich auf den Flughäfen in Kopenhagen, Stockholm und anderen skandinavischen Städten fest. Auch zahlreiche Verbindungen nach Deutschland waren betroffen.

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