Russland zu Syrien-Einigung: Ein Grenzübergang ist ausreichend

Foto: Pixabay
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MOSKAU: Russland hält einen einzigen Grenzübergang im Bürgerkriegsland Syrien für die Versorgung der notleidenden Bevölkerung mit Hilfsgütern für ausreichend. Es gebe keinen Anlass zur Sorge, sagte Vize-Außenminister Sergej Werschinin am Montag in Moskau der Agentur Interfax zufolge. «Wir stehen nun vor der Aufgabe, die Situation und das Leben aller Syrer zu verbessern.» Humanitäre Hilfe sollte nur in Abstimmung mit der «legitimen Regierung des Landes» erfolgen.

Der UN-Sicherheitsrat hatte sich am Wochenende nach langem Ringen doch noch auf eine eingeschränkte Fortsetzung der humanitären Syrienhilfe geeinigt. Demnach gibt es für Hilfslieferungen in das Bürgerkriegsland nur noch einen Grenzübergang aus der Türkei, zuletzt waren es zwei. Das entspricht in einem Kernpunkt den Forderungen Russlands. Moskau hatte zuvor mehrere deutsche Vorschläge mit zwei Grenzübergängen zusammen mit China durch Vetos verhindert.

Russland ist einer der wichtigsten Verbündeten des syrischen Präsidenten Baschar al-Assad. Moskau verfolgt den Ansatz, den Mechanismus von Hilfslieferungen wegen des wachsenden Einflusses der syrischen Regierung in dem Land schrittweise auslaufen zu lassen. Wenn UN-Hilfe beschnitten oder ganz eingestellt wird, würde dies die Position der syrischen Führung aus Sicht von Beobachtern und Vertretern von Hilfsorganisationen stärken.

Werschinin mahnte, die Hilfe für die Menschen sollte nicht politisiert werden. «Wir müssen beachten, dass die humanitäre Hilfe verschiedene Landesteile Syriens erreicht - sowohl die unter der Kontrolle der Regierung als auch außerhalb.»

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