Russland und Ukraine treffen in Paris für Gespräche zusammen

Eine Außenansicht des Gebäudes, das zum französischen Präsidenten-Elysee-Palast in Paris gehört. Foto: epa/Christophe Petit Tesson
Eine Außenansicht des Gebäudes, das zum französischen Präsidenten-Elysee-Palast in Paris gehört. Foto: epa/Christophe Petit Tesson

PARIS: Erstmals seit Beginn der aktuellen Spannungen um den massiven russischen Truppenaufmarsch nahe der Ukraine wollen offizielle Vertreter beider Konfliktländer zu Gesprächen zusammenkommen. Ein Treffen auf Beraterebene ist für Mittwoch (12.00 Uhr) in Paris geplant. Auch Frankreich und Deutschland sollen an der Zusammenkunft im sogenannten Normandie-Format teilnehmen.

Wie es aus Élyséekreisen hieß, soll es in den Gesprächen um humanitäre Maßnahmen und Zukunftsüberlegungen der Ukraine gehen. Außerdem wolle man ein Datum finden, an dem die Ukraine mit den kremltreuen Separatisten über einen Sonderstatus für die Region Donbass verhandelt. Die Ukraine lehnte dies bisher offiziell ab. Sie sieht Moskau und nicht die Separatisten als Verhandlungspartner.

Westliche Staaten hatten sich jüngst zunehmend besorgt gezeigt, Russland könne den Konflikt mit einem militärischen Einmarsch in die Ukraine eskalieren lassen. Moskau dementierte derartige Absichten.

Deutschland und Frankreich vermitteln in dem seit 2014 andauernden Konflikt. Ihr verhandelter Friedensplan liegt jedoch auf Eis. Nach UN-Schätzungen wurden bei Kämpfen zwischen ukrainischen Regierungstruppen und kremltreuen Separatisten in der ukrainischen Region Donbass mehr als 14.000 Menschen getötet.

Erst Anfang Januar hatte es trilaterale Gespräche in dem Konflikt gegeben. Deutsche und französische Vertreter reisten dazu nach Moskau und Kiew. Die beiden Konfliktländer Ukraine und Russland saßen dabei aber nicht gemeinsam am Verhandlungstisch.

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