Militärflugzeug hat südkoreanischen Luftraum nicht verletzt

Foto: Twitter/@joshjonsmith
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MOSKAU (dpa) - Russland hat bestritten, dass eins seiner Militärflugzeug in den südkoreanischen Luftraum eingedrungen sei. Der geplante Flug zweier russischer Bomber sei über neutralen Gewässern des Japanischen Meeres durchgeführt worden, teilte das Außenministerium in Moskau am Dienstag mit. Es seien auch keine Warnschüsse von südkoreanischen Kampfjets abgegeben worden. «Wenn russische Piloten eine Sicherheitsbedrohung verspüren würden, würde die Antwort nicht lange auf sich warten lassen.»

Das südkoreanische Verteidigungsministerium hatte zuvor erklärt, ein russisches Flugzeug sei am Dienstagvormittag (Ortszeit) zweimal innerhalb kurzer Zeit in den Luftraum Südkoreas eingedrungen. Die Vorfälle ereigneten sich demnach vor der Ostküste nahe einer Felseninselkette, die von Südkorea Dokdo genannt wird.

Nach Darstellung Russlands näherten sich den russischen Flugzeugen in der Nähe der Inselkette zwei südkoreanische Kampfjets, «die unprofessionelle Manöver ausführten, dabei den Kurs eines russischen strategischen Bombers mit Luft-Boden-Raketen kreuzten und damit eine Gefahr für ihre Sicherheit schufen». Die südkoreanischen Piloten hätten auch keinen Kontakt zu den russischen Maschinen gehabt.

«Es war nicht das erste Mal, dass südkoreanische Piloten erfolglos versuchten, russische Flugzeuge daran zu hindern, über die neutralen Gewässer des Japanischen Meeres zu fliegen», so das russische Ministerium. Es nannte dies eine Luftverteidigungszone, die von südkoreanischer Seite spontan festgelegt worden sei. Solche «Zonen» seien nicht durch internationale Regeln festgelegt.

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