Beginnt mit angekündigter Übung von Atomstreitkräften

Russlands Präsident Wladimir Putin. Foto: epa/Alexander Ryumin/sputnik
Russlands Präsident Wladimir Putin. Foto: epa/Alexander Ryumin/sputnik

MOSKAU: Anfang Mai kündigte Kremlchef Putin zum Schrecken des Westens eine Übung seiner taktischen Atomstreitkräfte an. Nun hat das Manöver laut Verteidigungsministerium offiziell begonnen.

? Russland hat mit der Anfang Mai angekündigten Übung seiner nicht strategischen Atomstreitkräfte begonnen. Im südlichen Wehrbezirk habe die erste Etappe des Manövers begonnen, das die Bereitschaft der Nuklearstreitkräfte erhöhen soll, teilte das Verteidigungsministerium am Dienstag in Moskau mit. Beteiligt daran seien auch die Raketenkomplexe Iskander und Kinschal. Diese taktischen Waffen können mit Atomsprengköpfen bestückt werden.

Es handelt sich um Kernwaffen, die etwa punktuell gegen gegnerische Truppen und andere militärische Ziele eingesetzt werden können. Sie haben in der Regel eine deutlich geringere Sprengkraft als die insbesondere zur Abschreckung entwickelten strategischen atomaren Interkontinentalraketen. Angesichts westlicher Waffenlieferungen an die Ukraine, die sich seit mehr als zwei Jahren gegen den russischen Angriffskrieg wehrt, gilt das Manöver als zusätzliche Drohgebärde Putins.

Geprobt wird laut Ministerium etwa das verdeckte Bewegen der Raketen zu einer bestimmten Position, von der aus der Abschuss erfolgt. Laut Ministerium zielt die Übung darauf ab, «die Bereitschaft des Personals und der Ausrüstung der nicht strategischen Nuklearwaffen-Einheiten aufrechtzuerhalten, um auf provokative Äußerungen und Drohungen bestimmter westlicher Offizieller gegen die Russische Föderation zu reagieren und um die territoriale Integrität und Souveränität des russischen Staates bedingungslos zu gewährleisten».

Die USA hatten die am 6. Mai von Putin angekündigte Übung als unverantwortlich kritisiert. «Es ist einfach leichtsinnig und unverantwortlich, wenn der Anführer einer großen Atommacht so mit dem Säbel rasselt, wie er es in Bezug auf den möglichen Einsatz von Atomwaffen tut», sagte der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats, John Kirby. Trotz dieser «rücksichtslosen Rhetorik» habe die US-Regierung aber nichts beobachtet, was sie dazu veranlassen würde, ihre strategische Abschreckungshaltung zu ändern.

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Rolf W. Schwake 24.05.24 09:50
Ich bin fassungslos ...
... ob der absoluten Verdummung der Weltbevölkerung: Da begründet der Kreml seine Atomwaffen-Manöver ganz offiziell damit, "die Bereitschaft des Personals aufrecht zu erhalten, um die Souveränität und territoriale Integrität des russischen Staates bedingungslos zu gewährleisten"!
Die Russen verlangen also diesen Schutz für ihr eigenes Land, gleichzeitig sprechen sie anderen Staaten und Völkern diesen Schutz ab, so z.B. der Ukraine, die sie mit einem verbrecherischen Angriffskrieg überfallen haben!
Die russische Föderation ist Mitglied der UNO und des Sicherheitsrates, haben die UN-Charta anerkannt und begehen ständig täglich, minütlich, sekündlich Kriegsverbrechen nach dem Völkerrecht und verweigern anderen Staaten das, was sie für sich in Anspruch nehmen?
Wahr ist scheinbar nur das, was der hochkriminelle KGB-Mann als wahr defininiert, weil es in sein verlogenes Weltbild paßt. Ob das selbst der Dümmste sofort als Lüge erkennt, ist ihm sch...egal!
Und dann läßt dieser Verbrecher auch noch beliebte Generäle wegen angeblicher Korruption und Betruges verhaften, dabei bestiehlt er sein Volk mit einer speichelleckenden Oligarchen- und Ja-Sager-Clique, vergießt das Blut Hunderttausender und lügt das Blaue vom Himmel herunter. Widerwärtig!!!
Ingo Kerp 22.05.24 13:40
Was hat Putin vor? Wissen tut es keiner aber, sicher ist, der Rest der Welt wird sehr nervoes. In ein paar Wochen werden wir wissen ob es nur eine Übung ist oder, ob es zu einem Ernstfall wird, was nicht zu hoffen ist.