Russische Vermögen in der Schweiz

​5,7 Milliarden Franken eingefroren

Wie die Europäische Union hat auch die Schweiz Sanktionen gegen Russland verhängt. Foto: epa/Peter Schneider
Wie die Europäische Union hat auch die Schweiz Sanktionen gegen Russland verhängt. Foto: epa/Peter Schneider

BERN: Schweizer Behörden haben im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine bislang russische Gelder und Vermögen im Wert von 5,75 Milliarden Franken (5,6 Milliarden Euro) gesperrt. Das gab Erwin Bollinger vom Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag in Bern bekannt. Die Schweiz ist zwar kein EU-Mitglied, trägt aber die Sanktionen der Europäischen Union im Zusammenhang mit dem russischen Angriff auf die Ukraine mit.

Die eingefrorene Summe könne nicht mit dem gesamten russischen Vermögen in der Schweiz gleichgesetzt werden, sagte Bollinger, der im Seco für bilaterale Wirtschaftsbeziehungen zuständig ist. Einerseits hätten nicht alle sanktionierten Personen Vermögen in der Schweiz. Andererseits gebe es Personen, bei denen das zwar der Fall sei, ohne dass sie auf der Sanktionsliste stünden. Zurzeit sind in der Schweiz 874 russische Personen und 62 juristische Personen gelistet.

Bislang wurden nicht nur Konten, sondern auch Liegenschaften gesperrt. Außerdem hat der Staat Zugriff auf Kunstgegenstände und Edelmetalle in Zollfreilagern. Laut Bollinger wird dadurch der Zugriff für die russischen Eigentümer eingeschränkt. Das Vermögen wird aber nicht konfisziert, geht also nicht in das Eigentum des Staates über. Dafür gebe es in Schweiz keine Rechtsgrundlage, sagte Bollinger.

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