Rund 70.000 Ukrainer eingetroffen

Foto: epa/Darek Delmanowicz
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BUDAPEST: Seit dem Beginn der russischen Invasion in die Ukraine sind bis Sonntag 08.00 früh MEZ rund 70.000 Menschen aus dem östlichen Nachbarland in Ungarn eingetroffen. Dies teilte die ungarische Polizei am Sonntag mit. Zugleich schlüsselte die Behörde die Zahl der Ankömmlinge erstmals nach Tagen auf. Demnach kamen die meisten Ukrainer am Samstag. 23.140 waren es nach diesen Angaben.

Zugleich stellten bisher nur zehn ukrainische Staatsbürger einen Asylantrag, wie das ungarische Fremdenpolizeiamt am Sonntagmorgen mitteilte. In der westukrainischen Region Transkarpatien leben nach Volkszählungsdaten aus dem Jahr 2001 rund 150.000 ethnische Ungarn.

Sie sind entweder im Besitz einer zusätzlichen ungarischen Staatsbürgerschaft, oder sie haben einen Anspruch darauf. Deshalb benötigen sie keinen Asylstatus für einen dauerhaften Aufenthalt in Ungarn.

Viele der Ankömmlinge haben Verwandte oder Freunde, die in Ungarn arbeiten oder sich dort niedergelassen haben. Für Menschen, die vorerst nicht wissen, wo sie hinsollen, haben Gemeinden in der Grenzregion und kirchliche Organisationen Aufnahmelager eingerichtet.

Die Grenze zwischen Ungarn und der Ukraine ist rund 140 Kilometer lang. Es gibt fünf Grenzübergänge für den Straßenverkehr.

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