Rückschlag: Anstieg bei Corona-Infektionen

Maskierte Passanten betreten das Geschäftszentrum von Singapur. Foto: epa/How Hwee Young
Maskierte Passanten betreten das Geschäftszentrum von Singapur. Foto: epa/How Hwee Young

KUALA LUMPUR: Das für seine Corona-Strategie international beachtete Singapur hat im Kampf gegen das Virus einen Rückschlag erlitten. In dem südostasiatischen Stadtstaat wurde nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag ein Sprung von 1425 neuen Fällen verzeichnet - der bisher größte an einem Tag.

Damit liegt das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur jetzt mit 8014 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien, vor Indonesien und den Philippinen. Elf Menschen starben bislang nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die meisten neuen Fälle in Singapur beträfen Bewohner von Unterkünften für ausländische Arbeiter, erklärte das Gesundheitsministerium. Um die gesunden von den infizierten Arbeitern zu trennen, hat die Regierung eine Test-Kampagne gestartet. Etwa 200.000 Menschen, viele davon junge Bauarbeiter aus ganz Asien, teilen sich in der Stadt Schlafräume für 10 bis 20 Bewohner.

Während der Pandemie galt Singapur bisher als Beispiel, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt; der Lockdown gilt seit dem 7. April.

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