Royalist soll Schüsse auf Demonstranten abgegeben haben

Wüste Szenen spielten sich am Dienstag in den Abendstunden auf der Großkundgebung ab. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Monarchie. Foto: epa/Diego Azubel
Wüste Szenen spielten sich am Dienstag in den Abendstunden auf der Großkundgebung ab. Dabei kam es zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern und Gegnern der Monarchie. Foto: epa/Diego Azubel

BANGKOK: Die Polizei hat einen Mann im Besitz einer Schusswaffe und von Munition festgenommen. Er soll am Dienstagabend bei den Demonstrationen vor dem Parlamentsgebäude auf mindestens sechs Menschen geschossen und sie verletzt haben.

Der 35-Jährige wurde am Dienstagabend verhaftet, Stunden nachdem die Zusammenstöße zwischen pro-monarchistischen Hardlinern und regierungsfeindlichen Aktivisten eskalierten und Schüsse fielen. Laut der Polizei sahen Soldaten in der Nähe des Protestortes, wie der Mann seine Schusswaffe und Kugeln versteckte. Er wurde mit einer .357er Handfeuerwaffe und 10 Schuss Munition festgesetzt.

Berichten zufolge soll er den Ermittlern gesagt haben, er habe die Schusswaffe zur Kundgebung der Royalisten getragen, weil er um seine Sicherheit besorgt gewesen sei. Er wurde des illegalen Besitzes von Schusswaffen und des Tragens von Waffen in Wohngebiete ohne triftigen Grund angeklagt. Pro-demokratische Aktivisten lieferten sich bis in die Nacht hinein Scharmützel mit Hardline-Royalisten an der Kiakkai-Kreuzung. Mindestens 55 Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht, berichtete das Erawan Medical Center. Erheblich verletzt wurden sechs Menschen, die mit Schussverletzungen aufgefunden wurden.

Pro-demokratische Demonstranten versammelten sich am Mittwoch ab 16 Uhr an der Ratchaprasong-Kreuzung, am zweiten Tag der Diskussion im Parlament über die Anträge auf Änderung der Verfassung.

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