Rotes Kreuz muss auf ältere Helfer verzichten

Foto: epa/Friedemann Vogel
Foto: epa/Friedemann Vogel

BERN: Das Rote Kreuz muss wegen der Coronavirus-Pandemie in der Schweiz auf mehr als 10.000 Freiwillige verzichten.

80 Prozent der 13.000 Fahrerinnen und Fahrer, die in normalen Zeiten Bedürftige transportieren, seien über 65 Jahre alt und müssten deshalb weitgehend zu Hause bleiben, sagte die Sprecherin Sabine Zeilinger.

Der Fahrdienst steht Menschen zur Verfügung, die sich nicht allein oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln bewegen können. Es geht dabei um Fahrten zum Arzt, zum Einkaufen oder auch zu Treffen, um soziale Kontakte aufrecht zu erhalten.

Das Rote Kreuz ruft deshalb auf seiner Webseite Jüngere dazu auf, sich zu melden, um die Lücken zu schließen. «In manchen Kantonen funktioniert das schon gut, in anderen ist noch Bedarf», sagte Zeilinger am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Zahl der Fahrten sei auch zurückgegangen, weil viele Menschen nur noch wenn unbedingt nötig aus dem Haus gingen. Dazu gehören etwa Fahrten zur Dialyse ins Krankenhaus oder zu anderen Arztbesuchen.

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