Rosenholzmafia in Angkor

Foto: Phnom Penh Post
Foto: Phnom Penh Post


PHNOM PENH: Die Holzmafia in Kambodscha macht selbst vor dem Nationalheiligtum Angkor Wat nicht Halt. Am 8. August haben Unbekannte im Angkor Archäologie Park mehrere Rosenholzbäume illegal gefällt.

Die zwei Meter langen Baumstämme mit einem Durchmesser von 40 Zentimetern seien in der Nähe des Tatortes gefunden und sichergestellt worden, berichtete die „Phnom Penh Post“. Das Siamesische Rosenholz gilt vor allem durch die illegalen Rodungen als gefährdete Baumart. Der illegale Handel ist durch die immense Nachfrage aus China nach dem Luxusholz fast zu lukrativ wie der Drogenhandel. Von der Gier nach Rosenholz sind auch die Bestände in Thailand, Laos und zunehmend Myanmar betroffen. Der Handel mit Rosenholz ist durch internationale Artenschutzabkommen als auch nationale Gesetze in den drei Ländern sowie in China verboten.

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Leserkommentare

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Hansruedi Bütler 01.09.18 14:50
Rosenholz ist oft irreführend und kann zu
Verwechslungen führen. Gemeint im obigen Bericht ist dementsprechend Siam Palisander. Der Name "Rosenholz" kommt vom Geruch frisch geschnittenem Holz, das nach Rosen riecht (vorwiegend durch 2-Phenylethanol und [(S)-Citronellol, welches nach Geraniol riecht)]. Der Duft ist vielleicht besser bekannt unter dem seit 1954 duftgebenden Bestandteil des tschechischen Rasierwassers Pitralon F., oder Bestandteilen in Insekten-Repellentien. Sam Gruber berichtete schon im Farang vom 05.07.14 über den illegalen Handel mit Rosenholz. Anscheinend ziehen sich die Ermittlungen immer noch hin, denn der Schmuggel von Siam Palisander ist mittlerweile so lukrativ wie Drogenschmuggel.