Rohingya nach Thailand verschleppt

Foto: The Nation
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SATUN: Die Polizei vermutet, dass die Gruppe von 65 Rohingya und fünf myanmarischen Männern aus Bangladesch verschleppt wurden.

Der thailändische Kapitän des gestrandeten Bootes hat zugegeben, dass er dafür bezahlt wurde, die Menschen über die Andamanensee nach Südostasien zu bringen. Behörden schickten am Mittwoch die 70 illegalen Einwanderer in das Satun Immigration Police Office und zu zwei örtliche Polizeistationen. Die Festnahme steht im Zusammenhang mit einer am Dienstag eingeleiteten Untersuchung des mutmaßlichen Menschenhandels. Der 49-jährige Schiffskapitän aus der Provinz Ranong gab zu, er sei von einem myanmarischen Investor für 100.000 Baht engagiert worden, die Rohingya aus Bangladesch abzuholen und nach Malaysia zu transportieren. Die Behörden haben gegen ihn Anklage erhoben, weil er illegale Einwanderer in das Land gebracht hat. Dem Schiff war auf offener See der Treibstoff ausgegangen war, hohe Wellen trieben es zur Koh Rawi in der Provinz Satun.

Mehr als 900.000 staatenlose Rohingya-Flüchtlinge leben in überfüllten Siedlungen im Cox-Bazar in Bangladesch. Laut dem Hohen Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen sind schätzungsweise 741.000 von ihnen aus Myanmar geflohen, seit im August 2017 die jüngste Runde der Gewalt gegen sie begonnen hat. Ein Beobachter sagte, die Angst vor der Rückführung könnte Rohingya motivieren, die gefährliche Reise über den Indischen Ozean nach Südostasien zu unternehmen, wo Malaysia das Hauptziel und Thailand ein Transitpunkt ist.

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