Rezeptpflicht für Covid-19-Medikamente

Foto: The Nation
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BANGKOK: Für den Kauf von antiviralen Covid-19-Medikamenten ist weiterhin ein ärztliches Rezept erforderlich, auch wenn das Gesundheitsministerium öffentlichen und privaten Krankenhäusern ab dem 1. September 2022 landesweit die selbstständige Beschaffung der Medikamente erlaubt.

Die Maßnahme, die darauf abzielt, die Covid-19-Behandlung und -Medikamente leichter und auf breiter Basis verfügbar zu machen, umfasst vier von der thailändischen Lebensmittel- und Arzneimittelbehörde (FDA) zugelassene antivirale Medikamente:

Favipiravir, Remdesivir, Molnupiravir und Paxlovid.

„Ab dem 1. September 2022 dürfen die Menschen die antiviralen Medikamente zur Covid-19-Behandlung nicht mehr selbst kaufen“, teilte der stellvertretende Staatssekretär für öffentliche Gesundheit Dr. Thongchai Kirattihatthayakorn am Dienstag der Presse mit.

„Covid-19-Patienten müssen von einem Arzt diagnostiziert werden, der auf der Grundlage der medizinischen Indikationen, der Symptome des Patienten und anderer Risikofaktoren geeignete Medikamente verschreibt, um Nebenwirkungen zu vermeiden“, stellte er klar.

Nach Aussage des Generaldirektors der Abteilung für medizinische Dienste Dr. Somsak Akkasilp müssen die antiviralen Medikamente von der FDA für den Einsatz in Notfallsituationen zugelassen sein. Zudem müssten langfristige Nebenwirkungen noch gründlich untersucht werden.

„Die Menschen sollten daher vorsichtig sein und diese Medikamente nur auf ärztliche Anweisung hin verwenden, insbesondere bei Patienten, die sich von Covid-19 erholt haben und sich trotz der Einnahme antiviraler Medikamente erneut infizieren“, fügte er hinzu.

Anfang dieser Woche teilte das Nationale Amt für Gesundheitssicherheit mit, dass es mit der Verteilung von Molnupiravir an Menschen in gefährdeten Gruppen über den Telemedizin-App-Betreiber „Clicknic Health“ beginnen werde.

Der CEO von Clicknic Neil Nilwichian betonte, dass die Patienten von 40 bis 50 Ärzten über die App diagnostiziert würden, um zu verhindern, dass antivirale Medikamente missbraucht oder falsch verschrieben werden.

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