Rettungsflöße des gesunkenen U-Boots geborgen

Militärs zeigen Teile des gesunkenen U-Boots KRI Nanggala der indonesischen Marine während einer Pressekonferenz in einem Kommando in Denpasar. Foto: epa/Made Nagi
Militärs zeigen Teile des gesunkenen U-Boots KRI Nanggala der indonesischen Marine während einer Pressekonferenz in einem Kommando in Denpasar. Foto: epa/Made Nagi

JAKARTA: Einen Monat nach dem U-Boot-Unglück vor Bali hat die indonesische Marine zwei Rettungsinseln und andere Fragmente der gesunkenen «KRI Nanggala-402» aus dem Meer geborgen. Unterstützt wurden die Teams von Bergungsschiffen aus China. Menschliche Überreste der 53 Besatzungsmitglieder seien hingegen noch nicht gefunden worden, sagte der Kommandant der zweiten Flotte, Iwan Isnurwanto, bei einer im Fernsehen übertragenen Pressekonferenz am Dienstag. Er versicherte, dass die Operation fortgesetzt werde, bis alle Leichen geborgen seien.

Das knapp 60 Meter lange U-Boot hatte den Kontakt am 21. April während einer Übung verloren. Es befand sich zu dem Zeitpunkt etwa 95 Kilometer nördlich von Bali. Drei Tage später war das Ende der 70er Jahre in Deutschland gebaute Schiff in mehr als 800 Metern Tiefe entdeckt worden. Das Unterseeboot, das nur dafür ausgelegt war, bis zu einer Tiefe von 250 bis 500 Metern zu tauchen, war in mehrere Teile zerbrochen.

Isnurwanto schloss menschliches Versagen als Ursache des Unglücks aus. Stattdessen sei wahrscheinlich eine starke Unterwasserströmung verantwortlich. Möglicherweise sei es zu einem Stromausfall gekommen, durch den das mehr als 1300 Tonnen schwere Schiff innerhalb von Sekunden immer tiefer ins Meer glitt und sich zu verformen begann.

Ein U-Boot der indonesischen Marine ist in Bali gesunken. Foto: epa/ INDONESISCHE MARINE
Ein U-Boot der indonesischen Marine ist in Bali gesunken. Foto: epa/ INDONESISCHE MARINE
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