Rentenlotterie soll Alterssparen fördern

Foto: epa/Rungroj Yongrit
Foto: epa/Rungroj Yongrit

BANGKOK: Das thailändische Finanzministerium kündigte an, eine Rentenlotterie einzuführen, um das Sparen für den Ruhestand attraktiver zu gestalten. Der stellvertretende Finanzminister, Paopoom Rojanasakul, erläuterte, dass die sogenannte Nationale Sparlotterie den Bürgern ermöglichen soll, durch den Kauf von Lotterielosen gleichzeitig für ihren Ruhestand zu sparen.

Das Geld aus dem Verkauf der Lose fließt in den Nationalen Sparfonds (NSF), und die Teilnehmer erhalten die eingesetzten Beträge bei Erreichen des Rentenalters zurück. Geplant ist, dass digitale Lose zu je 50 Baht an Versicherte des Sozialversicherungsfonds gemäß Abschnitt 40 sowie an Arbeitnehmer im informellen Sektor ausgegeben werden. Der maximale monatliche Kaufbetrag ist auf 3.000 Baht begrenzt.

Jeden Freitag um 17.00 Uhr werden die Gewinner ermittelt, wobei fünf Hauptpreise von jeweils einer Million Baht und 10.000 Zweitpreise zu je 1.000 Baht ausgelobt sind. Unausgeschüttete Gewinne werden auf den nächsten Monat übertragen. Die Teilnehmer können ihre Sparlotterie-Ersparnisse ab einem Alter von 60 Jahren abheben.

Die Pheu-Thai-Partei initiierte den Vorschlag, um die Altersvorsorge für Personen im informellen Sektor zu verbessern. Der Finanzminister äußerte sich optimistisch, dass die Politik dazu beitragen wird, die Mitgliederzahlen des NSF von derzeit drei Millionen auf bis zu 17 Millionen zu steigern. Er betonte, dass es sich um eine kosteneffiziente Methode handle, um informelle Arbeiter für den NSF zu gewinnen und sie auf den Ruhestand vorzubereiten.

Das Programm soll innerhalb von sechs Monaten bis zu einem Jahr starten, unterstützt durch ein jährliches Budget von 700 Millionen Baht. Insgesamt stehen 400 bis 500 Milliarden Baht zur Verfügung, um die Lebenshaltungskosten älterer Menschen zu finanzieren. Diese Maßnahme ist Teil einer größeren Initiative, die darauf abzielt, das Sparverhalten der Bürger zu fördern und eine solide finanzielle Basis für das Alter zu schaffen.

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Thailand Fan 07.06.24 19:20
Blödsinn
@R.
Der Staat nimmt zukünftig Geld über Schulden auf, um es am Aktienmarkt zur Stabilisierung der Rentenkosten langfristig zu investieren. Dieses Geld ist also quasi der Rentenkasse entzogen. Investitionen in Aktien -zocken- zu nennen ist durch die freie Meinungsäußerung geschützt, weshalb ich dabei bleibe.
Michel Maillet 07.06.24 19:20
Herr Michael
Leider hat Thailand Fan recht, die Ampel plant genau das. Das kann gutgehen, muss es aber nicht. In anderen Ländern gibt es aber ähnliche Modelle die funktionieren über Jahre (noch)
Michael R. 07.06.24 18:50
@Thailand Fan
Blödsinn, nimmand zockt mit Rentengeldern an der Börse. Weder Grün-Rot, noch sonst wer. Was an Beiträgen reinkommt, geht postwendend an die Rentner wieder raus. Da die Beiträge aber nicht ausreichen, muß der Bundesfinanzminister kräftig zuzahlen jeden Monat. Da ist kein Geld zum Zocken in irgendeiner imaginären Kasse!
Thailand Fan 07.06.24 16:50
@Hamm
Bei einer staatlichen Lotterie legalerweise den gesamten Gewinn. Dieser soll in diesem Fall in welcher Höhe auch immer der Bevölkerung zugute kommen. Ein vernünftiger und richtiger Ansatz.
Besser übrigens, als mit Rentengeldern an der Börse zu zocken. (siehe Ampel)
Andreas Hamm 07.06.24 16:10
Und wieviel % kassiert der Staat ein ?