Wittmann beeindruckt mit ihrem Film in Locarno

Helena Wittmann, deutsche Regisseurin. Foto: epa/Urs FlÜgeler
Helena Wittmann, deutsche Regisseurin. Foto: epa/Urs FlÜgeler

LOCARNO: Im Wettbewerb um den Hauptpreis des 75. Internationalen Filmfestivals Locarno, den Goldenen Leoparden, hat die Regisseurin Helena Wittmann mit ihrem Spielfilm «Human Flowers of Flesh» einen der bisher wenigen Höhepunkte gesetzt.

Die deutsche Autorin, Regisseurin, Kamerafrau und Cutterin begleitet in ihrem mit künstlerisch ausgefeilten Bildern beeindruckenden Film eine unabhängige junge Frau. Diese Ida, gespielt von der griechischen Schauspielerin Angeliki Papoulia, fährt auf ihrer Segeljacht mit einer ansonsten nur aus Männern bestehenden Crew von Marseille nach Algerien, weil sie herausfinden will, welche Rolle heutzutage die Fremdenlegion spielt. Das Werk ist eine deutsch-französische Koproduktion.

Helena Wittmann sieht ihren Film, wie sie in Locarno sagte, als «Auseinandersetzung mit dem Leben an sich, mit Werden und Vergehen». Wie nebenbei reflektiert sie dabei auch Fragen zur Geschlechtergerechtigkeit: «Natürlich spielen Genderfragen eine Rolle. Aber ich setze mich nicht vordergründig damit auseinander.» Die künstlerische Originalität macht ihren Film zu einem der ersten Kandidaten für eine Auszeichnung mit dem Goldenen Leoparden.

17 Filme aus aller Welt stellen sich im internationalen Wettbewerb in Locarno dem Jury-Urteil. Darunter ist auch der Spielfilm «Piaffe» von der in Tel Aviv geborenen, in Berlin lebenden Regisseurin Ann Oren. In ihrem am Donnerstag (11. August) auf dem Festival zu sehenden Werk geht es um eine junge Frau in der Welt des Pferdesports.

Der Goldene Leopard und die anderen Preise des Festivals sollen am Abend des 13. August auf einer Gala vergeben werden.

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